Wermuths Frauenproblem

Frauen predigen, selber kandidieren: Der Aargauer SP-Ständeratskandidat Cédric Wermuth erklärt, wie das geht. Foto: Anthony Anex (Keystone)

Cédric Wermuth steht beim Kampf für mehr Frauen in der Politik an vorderster Front. Trotzdem will der SP-Nationalrat den Ständerratssitz von Mitgenossin Pascale Bruderer im Herbst 2019 erobern – und stellt sich damit gegen Parteikollegin und Mitbewerberin Yvonne Feri.

Wie das geht, erklärt Wermuth in Zeitungen und sozialen Medien gleich selber:

«Trotzdem gibt es natürlich enormen Spielraum in unserem individuellen Verhalten – gerade auf der Seite der Privilegierten (das wären dann Männer, vor allem weisse).» Zur Ungleichheit zwischen den Geschlechtern.

«Dass wir in der Schweiz in Parlamenten und Regierungen überhaupt einen namhaften Frauenanteil haben, ist ausschliesslich der Linken zu verdanken.» Zu Frauen in der Politik.

«Ich will entscheiden können, wer kompetenter ist und mir politisch näher steht. Ich will nicht auswählen müssen zwischen Mann und Frau.» Zu reinen Frauenkandidaturen bei Vakanzen.

«Die Geschlechterfrage ist nur dann überwunden, wenn man sie nicht zum Auswahlkriterium macht. Ich hätte mir deshalb eine Frauen-Doppelkandidatur gewünscht(…).» Zur Nachfolge von FDP-Bundesrat Didier Burkhalter.

«Ich habe aber Mühe mit Quoten, die einen Frauenanteil von 30 Prozent anstreben. Entweder sagt man halb-halb oder lässt es sein.» Zu Frauenquoten in der Politik.

«Wir werden den Sitz nicht kampflos aufgeben. Versprochen.» Zum Rücktritt der Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer.

«Die Ignoranz der alten, weissen Patriarchen im Ständerat lassen wir uns nicht bieten!» Zur Debatte des Ständerats um Lohndiskriminierung

«Warum denken Journalisten offenbar nie an die Frauen in der Fraktion?» Zur Nachfolge von SP-Parteipräsident Christian Levrat.

«Wenn jemand seinen Job erledigt hat in der Gleichstellungsfrage, dann ist es die SP Aargau.» Zum Wahlkampf gegen Parteikollegin Yvonne Feri, weitere Beispiele:

«Ich greife keine Frau an, wir beide bieten der Partei eine Auswahl.»

«Mein Verständnis von Feminismus unterscheidet sich von dem ihrigen.»

«Was mich an der aktuellen Debatte stört, ist, dass nur noch die biologische Frage interessiert.»

«Man kann nicht für feministische Anliegen einstehen wollen und gleichzeitig eine Erhöhung des Armeebudgets für Luftwaffenrüstung in diesem Ausmass befürworten, wie das Feri macht. Das ist ein Bollwerk des Patriarchats.»

«Ich will der FDP keine Vorschriften machen. Aber ich gehe davon aus, dass sie eine Frau bringt. Die Partei hat ausgewiesene Kandidatinnen.» Zur Nachfolge von Johann Schneider-Ammann.

Am Mittwoch setzte sich Wermuth am ausserordentlichen Parteitag der Aargauer SP gegen Feri durch. Er ist mit 105 Stimmen als SP-Ständeratskandidat gewählt worden. Yvonne Feri, die ehemalige Präsidentin der SP-Frauen, kam auf 47.

«Ich muss jetzt beweisen, dass ich feministische Themen im Wahlkampf einbringen kann.» Zum Sieg über Parteikollegin Yvonne Feri.

45 Kommentare zu «Wermuths Frauenproblem»

  • Martin Frey sagt:

    Haha, eine köstliche Aufstellung, in der Tat!
    Das, war wir hier erleben, ist sozialistische Politik at its best: Scheinheilig-moralistisch-überlegen mit dem Finger auf die wechselnden „jeweils-anderen“ zeigend, und selber bigott handelnd. Wasser predigen und Wein trinken, oder wie es mal eine alte sozialistische Kämpin etwas vulgär formulierte: „links gschnurret und rächts gfrässe“.
    Wermuth plant seine Karriere kaltschnäuzig und mit Bedacht. Persönlich würde ich mir wünschen, er würde wenigstens einmal in seinem Leben eine Quittung für sein Verhalten kriegen. Langfristig wird er sowieso mal entweder Levrat beerben oder Bundesrat.

    • Paul Levi sagt:

      Ich verstehe die Vorwürfe nicht. Die SP hat 53% Frauen im Parlament. Es besteht absolut keinen Grund, wenn es eine Vakanz gibt, diese zwingend mit einer Frau zu besetzen. Schlussendlich muss die Person (nicht die Frau oder der Mann) in den Wahlkampf, die die besten Chancen hat und da ist nun mal Hr. Wermuth viel bekannter.
      Wenn eine Partei seit 30 Jahren keine Frau im BR hatte, ist es wohl logisch, dass man erwarten darf, dass nun endlich eine Frau gewählt wird. Wenn eine Partei aber weitgehend gleichviele Frauen im Parlament und im BR hat, dann spielt es keine Rolle.
      Ein Wermuth wird zudem eher Anliegen wie Frauenquote oder Krippenplätze unterstützen als eine FDP- oder gar SVP-Frau.

      • Martin Frey sagt:

        Bekanntheit war noch nie ein gutes Argument wenn man etwas oder jemanden fördern will, Herr Levi. Denn wenn es primär darum ginge, könnte man auch Andreas Gross und Jean Ziegler wieder aufstellen und es gäbe nie Platz für neue Kräfte. Und dass all das keine Rolle spielt, ist nicht wahr. Auch wenn die SP sicher mehr Frauen in ihren Gremien hat als andere Parteien. Aber gerade bei den wichtigen Gremien wie zb. dem Ständerat, wo gerade mehrere SP Frauen ausscheiden, sollte dies spielen, wenn man den eigenen Ansprüchen gerecht werden will. Und was gar nicht geht: an andere Ansprüche erheben die für einen selber nicht gelten sollen. An dem wird insbesondere die SP zurecht gemessen.

        • Sebastian Nussbaumer sagt:

          Wahlchancen sind sogar ein sehr gutes Argument, wenn man etwas oder jemanden fördern möchte, das von den favorisierten bürgerlichen Parteien bestenfalls als lästiges Versäumnis behandelt wird. Und wer hier rummosert wählt eh nicht SP, aber fürchtet dass der gereifte Juso-Kiffer tatsächlich die Sensationswahl von Bruderer wiederholen könnte.

        • Paul Levi sagt:

          Doch bei einer Ständerratswahl spielt die Bekanntheit eine grosse Rolle, denn das ist eine Majorzwahl, also muss man auch die Nicht-SP-Wähler überzeugen. Hr. Wermuth ist eine neue Kraft, denn schliesslich ist er ja noch jung.
          Es stimmt nicht, dass man den eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird, denn diese Ansprüche hat die SP ja erfüllt.
          Sie kommen mir vor, wie jemand, der übertrieben genau die Ansprüche des Gegners durchleuchtet, aber bei den eigenen Leute nicht so genau schaut. Wehe wenn ein Grüner ein einziges mal mit einem Auto fährt, aber selber ist man ständig mit dem SUV unterwegs.

          • Martin Frey sagt:

            @Levi
            Selber fahre ich keinen SUV. Aber mich als liberaler Mensch würde nicht stören, wenn ein Grüner einen SUV fahren würde. Ich würde es aber seltsam finden, wenn er einen SUV fahren würde, und tagtäglich über SUV Fahrer herziehen würde. Was mich stören würde: wenn er über mich (rein als Hypothese) als SUV Fahrer herziehen würde, aber bei jeder Gelegenheit um eine Mitfahrgelegenheit betteln würde. Nur um Morgen wieder über mich herzuziehen.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Frey: Das ist sicher so, ich frage mich nur, was daran explizit „sozialistisch“ sein soll. Wollen Sie etwa behaupten, dass Politiker anderer Ideologien/Parteien weniger heuchlerisch, bigott und opportunistisch sind? Wenns um den eigenen Vorteil und Macht geht, ist doch jeder sich selbst am Nächsten. Punkto Doppelmoral und Scheinheiligkeit können gerade die christlichen Parteien auf eine sehr lange und starke Tradition darin zurückblicken, einen ähnlich heuchlerischen Widerspruch pflegt z.B. die SVP mit ihrer Propaganda für den kleinen Mann und der Politik für die reichen Wirtschaftsbonzen. Wenns da drauf an kommt dann interessiert keinen sein Geschwätz von gestern. Heuchlerisch ist darum letztlich auch, dass meist besonders gerne den SPlern ein Strick draus gedreht wird..

      • Martin Frey sagt:

        „Das ist sicher so, ich frage mich nur, was daran explizit „sozialistisch“ sein soll.“
        Weil die SP sich höhere moralische Werte auf die Fahnen schreiben, und sich gegenüber anderen erhaben fühlen. Diese dafür mit den Forderungen eindecken, denen sie bei der erstbesten Gelegenheit selber nicht gerecht werden. Sie haben recht, Herr Bögli, das erinnert sehr stark an religiös geprägte Parteien, seien es christliche oder muslimische, die selber oft hochbigott imponieren. Von der SVP und ihren illegalen Angestellten ganz zu schweigen…
        Aber wenn man sich permanent überhöht, werden an einen auch andere Gradmesser gesetzt. Das mag falsch sein, ist aber trotzdem menschlich, und ein Stück weit normal.
        Pharisäer jeglicher Couleur soll man demaskieren wo man sie antrifft. Das tut der Autor.

  • Bänz Vogelsanger sagt:

    Wunderbare Zusammenstellung, danke.
    Den grössten Vorwurf mache ich allerdings jenen, die ihn nominiert haben und für die Argumente wie „Er hilft beim Organisieren vom Streiks tatkräftig mit“ verfangen haben. Das ist ja genau das, was wir von einem Ständerat erwarten.

  • Holger Angst sagt:

    Frauen aufbauen! Dann gibt es bald genug. Nicht bis vor Wahlen warten. Ein langfristiges Förderungskonzept ist nötig. Das kann auch Cédric Wermuth als Teil seines Programms.

  • barbara labbé sagt:

    Vor jahren hat sich ein sp-politiker mir gegenüber über die „systematische diskriminierung der männer“(! kein versehen) beklagt. die feministinnen hätten es soweit gebracht, dass männer heute bei stellenbesetzungen und nominationen das nachsehen hätten. das müsse nun mal aufhören…
    Frauen können seit noch nicht einmal 50 jahren in politische ämter auf bundesebene gewählt werden. allzu viele hat es dort immer noch nicht. das liegt wohl, wenn man herrn Wermuth zu verstehen versucht, daran, dass frauen nur dann genügend qualifiziert sind, wenn sie bestimmte politische inhalte vertreten…

    • Fabian sagt:

      @labbé, die geschichte ist doch eher eine andere. gut etwa dokumentiert am beispiel der spd in deutschland. vor 25 jahren wurde dort die frauenquote etabliert. seither hat die partei mehr als die hälfte der mitglieder verloren, und ironischerweise hat sich der anteil der weiblichen mitglieder reduziert. heute ist er nur noch bei 1/3. und trotzdem werden die kaderstellen per quote zu 50% (oder mehr) mit frauen besetzt.

      und ja, systematische diskriminierung oder benachteiligung von männern ist realität. man muss nicht die offensichtlichen dinge wie dienstzwang, rentenalter oder familienrecht nennen. es gibt auch viele subtilere zeichen: keine männerhäuser, schlechterer zugang von männern zu höherer bildung (maturaquote) etc.

    • Erika Gröflin sagt:

      Stimmt schon – und weil die Frauen ja nun überall bevorzugt werden, haben wir überall in den gutbezahlten Ämtern über 80 % Frauen! Oder verwechsle ich da etwas?

      • Niklas Meier sagt:

        Es sollte zu denken geben, dass trotz(!) der Bevorzugung und Förderung die Frauen noch immer noch so schwach (in vielerlei Hinsicht) vertreten sind.

  • Paul Gonseth sagt:

    Na ja, an Selbstbewusstsein hat es Herrn Wermuth noch nie gefehlt. Oder dürfte man auch sagen: Er überschätzt seine Fähigkeiten massiv? Scheinheilig ist sein Verhalten auf jeden Fall. Mir kommt bei dieser Kandidatur eigentlich nur ein Begriff in den Sinn. Karrieregeil! Und sich als Mann als Feminist zu bezeichnen, ist übrigens spätestens seit den 80er-Jahren out, weil so was von anbiedernd.

    • Paul Levi sagt:

      Er ist ja schon im Nationalrat. Gibt es wirklich so einen grossen Unterschied zum Ständerat? Ist das wirklich so eine wahnsinnige Karriere wenn man vom NR in den SR wechselt? Um als Politiker erfolgreich sein, muss man doch etwas ehrgeizig sein? Nicht alle werden von oben berufen wie Blocher, der ja nicht ehrgeizig war, sondern in den BR „musste“.
      Wieso ist denn sein Verhalten scheinheilig? Die SP hat schon mehr als 50% Frauen im Parlament. Sie hat ihr Soll erfüllt, also spielt es keine Rolle, wer kandidiert. Logischerweise die Person mit den besten Chancen.

  • Sebastian Nussbaumer sagt:

    Die SP und die Grünen haben mehr Frauen als Männer im Bundeshaus, bei den bürgerlichen Parteien ist der Frauenanteil ungenügend bis vernachlässigbar. Damit ist alles gesagt, auch wenn Herr Von Wyl hier mit obskurem Whataboutism sicher zur aufgeräumten Stimmung beim Stimmbürger beizutragen vermag.

    • Niklas Meier sagt:

      Jeder und jede kann der Partei beitreten die er/sie will. Und wenn diese Person sich einsetzt, dann kommt sie weiter. Wenn sie entsprechend geeignet und sympathisch ist (das müssen gewisse nicht einmal erfüllen), dann stehen ihr alle politischen Wege offen.
      Die Frage ist doch, warum in gewissen Parteien mehr Frauen aktiv sind als Männer. Und warum ist das ein Problem? Die Wähler entscheiden doch wen/was sie wollen.
      Es stört auch niemanden wenn eine Partei mehr Frauen als Männer aufstellt. Andersherum aber schon?

      • Sebastian Nussbaumer sagt:

        „Es stört auch niemanden wenn eine Partei mehr Frauen als Männer aufstellt. Andersherum aber schon?“ Korrekt, weil Männer seit Jahrhunderten sehr viel mehr Macht haben als Frauen. Es hat übrigens auch noch nie eine Partei soviel mehr Frauen aufgestellt wie die SVP (oder die FDP, oder die CVP) Männer. Kurzum, ich glaube sie haben gar nichts verstanden.

  • Barbara sagt:

    SP Politik halt, Recht ist was mir nützt.

  • Peter zahnd sagt:

    Lieber Herr Frey, das ist nicht sozialistische Politik at its best, sondern Politik at its best. Die bigottesten Heuchler bringen es in der Politik am weitesten. Das gilt ganz besonders in unserem Konkordanzsystem, in dem es sogar eine Partei gibt, die Opportunismus als Parteiprogramm hat (CVP). Oder die SVP als neoliberale Abschottungspartei, die für den Staatsbauern weibelt, angeblich Schweizer Werte verteidigt und gleichzeitig das Konkordanzsystem unterhöhlt. Und Herr Wermuth ist auch bloss einer von vielen linken Heuchlern, die munter Steuern optimieren, als Gutverdiener in subventionierten Häusern hocken oder ihre eigenen Häuser zu Wucherpreisen anbieten.

  • Mättu sagt:

    Ein Anschauungsbeispiel, wie die SP Heute leider funktioniert. Frauenquote ist ok, wenn alle anderen sich auch daran halten. Umweltschutz machen wir, sobald alle anderen es auch machen. Immer bei allen Anderen einfordern aber selber nicht mit gutem Beispiel voran gehen.

  • Margot sagt:

    Stimmt alles was Herr Wyl schreibt, aber Herr Wermuth ist mit 105 Stimmen als SP-Ständeratskandidat gewählt worden und Frau Feri bekam nur 47 Stimmen. Demnach haben auch Frauen mehrheitlich Herrn Wermuth gewählt. Eine Frau wählen nur weil es eine Frau ist? Das Geschlecht ist doch keine Qualifikation.

  • sopie sagt:

    Der letzte Satz ist der Beste: „Feministische Themen in den Wahlkampf bringen“. In den Wahlkampf??? Wenn ein SP-Mann eine SP-Frau als Ständeratskandidatin absägt, dann bringt er die feministischen Themen hoffentlich nicht nur im Wahlkampf sondern während seiner ganzen (falls er dann gewählt wird) Legislatur!
    Ich lasse mich von Herrn Wermuth gerne überzeugen….

  • Der Wähler sagt:

    Die Kandidatur is nur konsequent. Wie Wermuth selber sagt:“Die Geschlechterfrage ist nur dann überwunden, wenn man sie nicht zum Auswahlkriterium macht.“ Da hat er ausnahmsweise zu 100 % recht.

    Grundsätzlich ist doch nichts dagegen einzuwenden, dass die Wählerinnen und Wähler eine Auswahl an Kandidaten haben, dazu noch von beiden Geschlechtern. Gleichberechtigung ist auch, wenn man trotz Mehrheit kandidieren darf. Das Stimmvolk soll entscheiden.

  • Raymond sagt:

    Schliesslich wurde er ja von den AG-Sozis der Genossin vorgezogen. Vergesst das mit den Frauen, es geht immer nur um Ideologie, ob bei Links oder Rechts. Die AG-Sozis wollten einen ganz linken Hardliner. Damals wollten die Linken den Halblinken Burkhalter und nicht Keller-Sutter. Die Linken, nicht mal ihre Frauen, werden auch niemals Frau Martullo wählen. Wenn ich als Rechter die Wahl habe zwischen einem Weichei und einer Hardlinerin, entscheide ich mich für Letztere. Vergesst Gender und Frauenquoten. Nützt nichts, funktioniert nicht.

  • Walter Meyer sagt:

    Das biologische Geschlecht als Kriterium für ein Amt zu berücksichtigen, ist bereits aus Gendersicht sowas von rückständig. Das ist das Problem der Parteien, die Frage der Gleichberechtigung der Frauen an einem biologischen Geschlecht festmachen und das dann auf Politiker und Ämter übertragen. Sie haben etwas grundsätzlich nicht verstanden. Wir brauchen Politiker, die sich dafür einsetzen, dass alle Personen die gleichen Chancen und Pflichten haben in der Gesellschaft, unabhängig davon, was sie in der Hose haben. Und deshalb ist auch egal, was dieser Politiker genau in der Hose hat. Schaut doch wieder vermehrt ins Köpfchen der Politiker und auf die Pragmatik deren Politik statt auf biologische Merkmale ihrer Körper.

  • Eliane Pfister-Hugentobler sagt:

    Sinnvoll wäre eine Auswahl zwischen zwei Frauen gewesen. Leider ist Frau Feri eine reine Machtpolitikerin, die keine sozialdemokratischen Werte vertritt und zudem politisch wenig einflussreich ist. So gab es keinen Ausweg.

  • Richard Marti sagt:

    „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!“ – wie der Adenauer so der Wermuth! Ob SP oder SVP, bei Politikern gilt, dass der nächste noch immer sie selber sind.

  • Walter Boshalter sagt:

    Feri: KV-Abschluss, hat einige Jahre in der Privatwirtschaft gearbeitet (+). 10 Jahre im aargauer Grossen Rat, 6 Jahre Gemeindepolitik. Seit 2008 im Parlament. Lebenserfahrung und Basistouch also ok (0). 149 Interpellationen im NR, die drehen sich zum grössten Teil um ihre Kernthemen Frauenrechte, Armut und Diversity aus SP-Warte. Kaum Bezüge zum Aargau (-).
    Wermuth: Politologiestudium, arbeitet als Selbständiger in generischen Jobs (-). Juso-Präsi, SP-Vizepräsi, öffentliche Mandate ausser Nationalrat (seit 2011) und Einwohnerrat Stadt Baden keine. Lebenserfahrung auf den Elfenbeinturm und die Rolle als Parteisoldat beschränkt (-). 950 Vorstösse im NR, diese decken das ganze SP-Spektrum ab. Kaum Bezüge zum Aargau (+)
    Fazit: Schwierig, ich würde mit leichtem Plus Feri wählen.

  • Sportpapi sagt:

    Es ist interessant, wie gerne viele Leute linke Politiker kritisieren, obwohl bei denen eigentlich doch klar ist, was man wählt.
    Es ist das Recht von Wermuth, sich zur Wahl zu stellen. Oder soll er verzichten, nur weil er ein Mann ist? Das wäre ja Diskriminierung… Und eine Mehrheit der Partei, auch die Frauen, waren der Meinung, er sei der geeignetere.
    Ausserdem hat er wohl noch einmal recht, dass er sich für feministische Anliegen sehr viel mehr einsetzt als manche Frau.

  • Laubi Mona sagt:

    Seine Widersprüchlichkeit in der revoutionären Frage übertrifft die Frauenfrage bei weitem. Er wollte doch eine marxistische Revolution. Diese findet aber ausserparlamentarisch statt. Es sei denn, er sei so gut, dass er ganze Ideologien auf den Kopf stellen kann und als erster die innenparlamentarische Revolutioin schafft. Dass er nach den Wahlen seine Parolen vergisst und agiert wie alle anderen, ist allerdings eher wahrscheinlich. Macht korrumpiert.

    • Martin Frey sagt:

      Angesichts der Erfahrung mit solchen revolutionären Karrieren wage mal folgende Prognose:
      In 10 Jahren ist Wermuth im Bundesrat
      In 25 Jahren ist Wermuth irgendwo im Verwaltungsrat. Wie bekannte Genossen (Schröder, Leuenberger usw.) vor ihm.

  • Claire sagt:

    Die dunkle Macht ist eben verlockend, auch für einen aufmüpfigen sehr Linken wie Wermuth

  • asouka sagt:

    Bin ich die Einzige, welche hier einen Text vom Autor und nicht nur eine unzusammenhängende Zusammenstellung von Zitaten erwartet hat? Schwach!!! Ich hätte gerne etwas mit Inhalt zum Thema gelesen, die Zitate hätten wohl doch noch Platz gehabt…

  • Ruedi Basler sagt:

    Ganz schwach von Wermuth…

  • werner boss sagt:

    Für mich ist ein ein guter Politiker auch ein Mensch dem man gerne zuhört.Zu dieser Kategorie gehört Herr Wermuht für mich ganz bestimmt nicht! Was seine Leistungen betreffen,dazu dürfte mich niemand fragen.

  • Eric Pudles sagt:

    Es ist wie immer bei Wahlen es wird diskutiert, ob Frau, oder Mann. Die Parteien, allesamt, haben Angst einen Mann zur Wahl vorzuschlagen und ziehen es dann vor eine Frau ins Rennen zu schicken. Wann wird endlich diese mühsame Gender Diskussion mal ein Ende haben. Mir ist es vollkommen egal, ob es eine Frau, oder ein Mann ist, welcher schlussendlich gewählt wird. Von mir aus kann z. B. der Bundesrat aus 7 Frauen, oder 7 Männern zusammengesetzt sein. Mir geht es nur darum, dass die zu wählende Person, die mit den besten Qualifikationen für das Amt ist. Das gleiche gilt für den Kanton bei BR Wahlen. Man muss nur das Resultat der letzten BR Wahlen heranziehen und sieht, dass man hier die Region, aber nicht die beste Person für das Amt gewählt hat.

  • Thomas Maurer sagt:

    Verlogen – verlogener – Wermuth! – Diesem Möchtegern-Stalinisten und Dummschwätzer, der noch nie gearbeitet hat, ist natürlich (so wie jedem Cüpli-Sozialisten) das eigene Hemd näher, wenn es darum geht, sich die eigenen Taschen zu füllen. Feminismus hin oder her! Aber schön, dass nun bekannt ist, was für einen miesen Charakter Wermuth hat. Die Aargauer haben es nun in der Hand, dieses heuchlerische Würstchen zu verhindern.

  • Corno Carlo sagt:

    Frauen sind für Wermuth ok, solange sie ihm nicht seine anvisierten Posten streitig machen, dann hört für ihn die Ideologie auf. Das nennt man bedarfsgesteuerte Interpretation des Marxismus in dem Fall.

  • Zurbrügg sagt:

    Nicht, dass ich für die Politik der SP was übrig habe, aber ich finde die Kandidatur von Herrn Wermuth in Ordnung. Es wurde demokratisch abgestimmt und er hat die meisten Stimmen bekommen. Schlimmer wäre es doch, wenn er zugunsten einer Frau auf die Kandidatur verzichten würde. Das wäre dann undemokratisches Verhalten.

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