Wie viel Staat steckt in der SRG?

Moderator Jonas Projer während der «Arena» zum Thema «No Billag – Ja oder Nein?». Foto: Ennio Leanza (Keystone)

*«Zerschlägt den Staatssender SRG an der Urne!»*

*«… wie wenn das Schicksal des Landes am Staatssender hinge»*

*«Jetzt muss der Staatssender halt für sein verschwenderisches Handeln bluten!»*

Von der SVP jahrelang liebevoll gepflegt, wird der Begriff «Staatssender» auch im Abstimmungskampf um «No Billag» gerne bemüht. Politiker, Journalisten und Kommentarschreiber wettern, spotten und krakeelen mit ihm gegen die SRG.

Der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft und ihren Mitarbeitern geht der Begriff hingegen gehörig gegen den Strich – kein Wunder, schliesslich stellt er SRF, RTS, RSI und RTR auf eine Stufe mit KCTV und CCTV – dem nordkoreanischen und dem chinesischen Fernsehsender unter staatlicher Kontrolle. Auch gegen den Begriff öffentlich-rechtlicher Rundfunk verwehrt sich die SRG – obwohl sie sich in dieser Kategorie in bester Gesellschaft von renommierten Rundfunkgesellschaften wie der BBC in Grossbritannien und WDR, NDR, BR et cetera in Deutschland befinden würde. Am liebsten, so ist der Website Srginsider.ch zu entnehmen, möchte die SRG «juristisch unverbindlich» als «öffentliches Medienhaus» bezeichnet werden.

Doch wie viel Staat steckt in der SRG?

  • Aus der Sicht der Verfassung kann die SRG gerade kein «Staatssender» sein. Sie verbietet es Bund und Kantonen vielmehr, selber Radio- und Fernsehstationen zu betreiben, denn sie gewährleistet die «Unabhängigkeit von Radio und Fernsehen sowie die Autonomie in der Programmgestaltung».
  • Auch die Eigentumsverhältnisse und die Rechtsform der SRG verschaffen dieser Unabhängigkeit vom Staat. Die SRG ist ein privatrechtlicher Verein, dessen Mitglieder vier regionale Trägervereine sind: SRG Deutschschweiz, SSR Romande, Società cooperativa per la Radiotelevisione svizzera di lingua italiana und SRG SSR Svizra Rumantscha. Diese wiederum haben über 22’000 Mitglieder. Dem Staat gehört kein einziges Mikrofon. Hier unterscheidet sich die SRG auch von ihren nahen Verwandten, den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten anderer europäischer Länder.
  • In organisatorischer Hinsicht ist die SRG jedoch kein normaler Verein. So muss die SRG ihre Statuten vom Umwelt- und Verkehrsdepartement (Uvek) genehmigen lassen, und der Bundesrat darf bis zu einem Viertel der Mitglieder des SRG-Verwaltungsrats bestimmen – zurzeit zwei von neun Mitgliedern (die ehemalige Zürcher FDP-Regierungsrätin Ursula Gut und Ex-Post-Chef und Ex-SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi). Die SRG ist damit ein Stück weit öffentlich-rechtlich geprägt, auch wenn ihr der Bund weit weniger Vorgaben macht als den Aktiengesellschaften in seinem Besitz wie Post und SBB oder seinen öffentlich-rechtlichen Anstalten wie der Suva und dem Nationalmuseum.
  • Von ihrer Tätigkeit her ist die SRG Trägerin einer öffentlichen Aufgabe. Sie muss die Schweiz mit Fernsehprogrammen in drei Landessprachen und Radioprogrammen in vier Landessprachen versorgen. Dies zu tun, steht ihr – anders als einem normalen privatwirtschaftlichen Akteur – nicht frei; ausserdem kann ihr das Uvek gewisse Tätigkeiten untersagen.
  • Was die Einnahmen angeht, ist die SRG stark vom Staat abhängig: Sie finanziert sich zu rund 75 Prozent aus Gebühren. Der Staat stellt deren Erhebung sicher, indem er ein Unternehmen damit betraut hat und die Nichtbezahlung der Gebühren unter Strafe gestellt hat.

Die SRG ist also nicht Teil des Staates – in den Grundzügen ihres Angebots und vor allem finanziell aber stark vom Staat geprägt und abhängig. Interessanterweise scheinen gerade die Initianten selber jedoch davon abgekommen zu sein, den Kampf der Gerechten gegen den bösen «Staatssender» heraufzubeschwören. Auf ihrer Website findet sich der Ausdruck gerade noch dreimal – wobei es sich zweimal um fremde Aussagen handelt.

Erstaunlich ist der Verzicht auf den Kampfbegriff angesichts der Strategie der Initianten im Abstimmungskampf nicht: Sie versprechen nicht, die SRG in Schutt und Asche zu legen und ihre – bei allen Klagen – doch immer noch sehr beliebten Programme verschwinden zu lassen. Stattdessen geben sie vor, die SRG könne auch ohne den Staat weiterleben. Da wäre es nur hinderlich, die SRG als Teil des Staats zu bezeichnen.

93 Kommentare zu «Wie viel Staat steckt in der SRG?»

  • Stefan Moser sagt:

    Dieser Artikel gibt einen Orden für staatstragendes Verantwortungsbewusstsein. Ich bin ein absoluter Gegner der No-Billag-Initative aber auch ein Kritiker der SRG. Die SRG investierte in den letzten Jahrzehnten vor allem in die Unterhaltung und nicht in die Information. Regionalberichterstattung versinkt in der Mittelmässigkeit, Infotainment in Infohäppchen bis zum Abwinken – nur einzelne Flagschiffe stehen für das, was sie einmal war: Journalistisch unbestritten 1. Liga. Viele No-Billag-Gegner und SRG-Kritiker wie ich befürchten, ein deutliches Ja stärke die SRG in ihrem Kurs. Vielleicht wäre deshalb in der Abstimmungsphase nun auch einmal ein Zeichen der SRG hilfreich? Z.B., dass man Kritik ernst nimmt?

    • Hans Hasler sagt:

      Die SRG nimmt aber die Kritik nicht ernst! Das ist doch schon bei der letzten nur knapp angenommenen Abstimmung klar geworden.

    • Martin Frey sagt:

      Das sehe ich sehr ähnlich, Herr Moser. Selber ein grosser Kritiker der SRG, aber auch der Billag, möchte ich eigentlich nicht unbedingt, dass die SRG nicht mehr weiter existiert. Und dies primär darum, weil die Fernsehwelt danach nicht nur aus 3+ und Teleblocher bestehen sollte.
      Wo ich nicht ganz einverstanden bin: die einzelnen Flagschiffe gibt es nur noch dem Namen nach.
      Einst hervorragende Sendungen wie Arena oder Kassensturz sind qualitativ abgestiegen, oder noch schlimmer, wie die Rundschau zu einer persönlichen Spielwiese eines Egomanen verkommen.
      Und ja, ich befürchte auch, dass ein deutliches Ja die SRG wie auch die ihr nahestehenden Kreise in ihrem Kurs bestätigen wird. Insofern bin ich noch etwas unschlüssig, und würde mir auch ein starkes Signal der SRG wünschen.

  • Richard Schranz sagt:

    Gebetsmühlenartig wollen uns die No-Billag-Initianten weismachen, die SRG könne sich ohne weiteres als privatwirtschaftliches Unternehmen am Markt behaupten. Dabei wird verkannt, dass sich Leistungen wie der Unterhalt eines internationalen Korrespondentennetzes oder der Betrieb von werbefreien Radioprogrammen nicht mehr in der bisherigen Qualität finanzieren liessen. Produziert würde nur noch, was massentauglich ist.

    • Ralf Schrader sagt:

      Es geht nicht primär um Geld. Als privatwirtschaftliches, sich am Markt behauptendes Unternehmen, hat die SRG keine Existenzberechtigung. Diese ‚Nische‘ ist hoffnungslos überbevölkert.

      ÖR ist nur steuerfinanziert und werbefrei machbar. Alles andere erreicht grosse Teile der Bevölkerung nicht. Sendern die Werbung bringen, weise ich keine Glaubhaftigkeit zu und habe die längst aus meinen Favoritenlisten entfernt.

      Gebühren in Form von Pseudosteuern sind unredlich und nehmen dem Medium ebenfalls jede Form von Anerkennung als glaubhafte Informationsquelle.

      • Hans Hasler sagt:

        Wie wenn die SRG keine Werbung senden würde….

        • Ralf Schrader sagt:

          Gebühren, Werbung und Vulgärunterhaltung sind die drei Todsünden der aktuelle SRG und deshalb plädiere ich weiter unten für eine Neukonzeption. Das, was im Blog beschrieben, sind einander widersprechende Kriterien. So kann man kein öffentlich rechtliches Medium konzipieren und es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns die ganze Fehlkonstruktion immer wieder um die Ohren fliegt.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      also ich greife mal den punkt „qualität“ auf. diese kann sich nur verbessern, wenn man die mittel für die sendungen selbst aufbringen muss. davon bin ich überzeugt. denn all die nonsense-formate werden wegfallen. man muss sich nun an den kunden orientieren-, ohne den luxus der zwangsgebühren.

      • Marc Furrer sagt:

        Genau das Gegenteil dürfte der Fall sein!
        Werfen Sie doch einen Blick auf die Programme der aktuellen Privatsender in CH & DE. Es sind doch genau die Nonsence-Formate, die am meisten Reichweite/Zuschauer generieren – Formate wie Bachelor, Bauer ledig sucht, Dschungelcamp, etc. – und somit für die Werbeindustrie interessant sind. Es dürfte gerade die Qualität von Informations- & Dokumentar- & Regional-Sendungen sein, die ohne öffentliche Finanzierung verloren geht.

    • toni müller sagt:

      Grüezi Herr Schranz, Es gibt schon viele Privatradios in der Schweiz die genau das machen was Sie für nicht möglich halten. Ein qualitativ hochwertiges Programm, sogar mit politischen Sendungen oder anderen regional oder überregional interessante Sendungen. Die Abstimmungen und Wahlen, egal auf welcher Ebene, werden auch jeweils kommentiert oder diskutiert. Dabei bekommen diese Privatsender nur ein Trinkgeld aus der BILLAG-Kasse. Sie machen dass um Höhrer wie Sie anzulocken und damit attraktiver auf dem Werbemarkt zu sein. Weil die Billag.Gebühren das R/TV in der Schweiz faul und bequem macht, bin ich für diese Initiative.

      • Gerhard Engeli sagt:

        @Müller: Die privaten Sender erhalten von der Billag 50 Mio pro Jahr.

      • Marc Furrer sagt:

        Allein die SRG-Radios – als quasi letzte werbefreie Bastion – sind imho die Gebühren wert…

        • Ralf Schrader sagt:

          Richtig ist: Die SRF- Radiostationen sind das einzig Geniessbare, weil TV von Werbung derart verseucht ist, dass man sich das nur mit der Replay- Funktion anschauen kann.

          Allerdings hat das Niveau, vor allem das sprachliche, in den letzten Jahren stark nachgelassen. Interviews in SRF 4 News klingen wie der Versuch eines überambitionierten Elternpaares, einem Vierjährigen Politik, Kultur oder Wissenschaft zu erklären. Von dem völlig unkritischen Gendern mal ganz abgesehen.

          Es dominiert das Gefühl der völligen Abwesenheit von Sprachgefühl und das macht das Zuhören länger als 10 min zur Tortur. Da hilft dann nur SRF 2 Kultur.

          • Marc Furrer sagt:

            Ich mag auch keine Werbung. Ganz & gar nicht. Und ich fände es gut, wenn 1. weniger und 2. ab einer gewisen Zeit gar keine Werbung mehr käme.
            Aber: Mit 1 Werbeunterbrechung (bei einem Film) bzw. Werbung zwischen den Sendungen kann ich umgehen. Das ist die Zeit, Kaffee zu machen, Toilette aufsuchen oder eine zu rauchen. Oder aber man schaut leicht zeitversetzt und überspringt.
            Haben Sie in letzter Zeit mal einen Film auf 3+, RTL, etc. angeschaut? DAS ist dann wirklich nur noch Qual! 4-6 Werbeblöcke, ein 90 min Spielfilm „dauert“ so über 2.5 h.
            Nein Danke!

      • Sandra Ruprecht sagt:

        Lieber Herr Toni Müller, ich habe einige der Privatradios der Schweiz angefragt, was eine Annahme der No-Billag für sie bedeuten würde. Die Antworten waren eindeutig. Massenentlassungen, das Programm kann nicht mehr finanziert werden, mit Werbeeinnahmen den Ausfall von über 30% des Budgets kompensieren ist regional unmöglich.

    • Emil Eugster sagt:

      „Produziert würde nur noch, was massentauglich ist.“ oder was Gewinn abwirft – finanziellen oder politischen.

      • Ralf Schrader sagt:

        Die tollste und gleichzeitig einzige anschaubare Sendung im TV aus meiner Sicht war lange Zeit die Sternstunde Philosophie. Bis die vor knapp 4 Jahren massentauglich gemacht, d.h. zur Talkshow herab gewürdigt wurde. Nun gibt es nichts mehr, was man ohne kalte Füsse zu bekommen sehen kann.

  • Ralf Schrader sagt:

    So wie oben beschrieben ist die SRG ein vollständiges Fehlkonstrukt. Die Punkte oben schliessen sich teils gegenseitig aus, oder machen keinen Sinn. Entscheidend aber ist:

    ‚Von ihrer Tätigkeit her ist die SRG Trägerin einer öffentlichen Aufgabe.‘

    Der Satz sagt eigentlich alles, ausser das die SRG als juristische Person keine Trägerin sein kann. Öffentliche Aufgaben verlangen nach Steuerfinanzierung. Gebühren und Werbung sind unredlich.

    Nach allem, was ich bisher zum Thema gelesen habe, muss die SRG komplett in Frage gestellt und in Gänze neu konzipiert werden.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Ist doch klar, dass alle Medien gegen No-Billag sind. Sie stehen doch alle längst in den Startlöchern, um ebenfalls am Subventionstopf teilhaben zu können. Und so sind selbstverständlich auch alle Journalisten gegen No-Billag, denn auch sie erhoffen sich (wie unsere Landwirte), dank staatlichen Subventionen ein besseres Auskommen.
    Sobald No-Billag abgelehnt ist, wird der Bundesrat daran arbeiten, den Menschen im Land noch viel mehr Geld zu entziehen, um auch die privaten Zeitungsverleger und die Buchverlage mit unseren Zwangsgebühren zu beglücken.
    Wir haben nur diese eine Gelegenheit, die Subventionitis, die sich seit 30 Jahren im Land ausbreitet, noch einmal einzudämmen. Wer es nicht tut, wird bald einmal +600 Franken pro Jahr für „gute Informationen“ abdrücken.

    • Thomas Lieven sagt:

      @Rothacher: 1. Es gibt keine Bestrebungen den Tagesanzeiger zu subventionieren. Ihre Aussage ist schlicht falsch. #Fakenews
      2. Sobald die Billag angenommen wird, werden die Reichen in unserem Land daran arbeiten, sich Medienhäuser zu kaufen und so den Informationsfluss in unserem Land zu gestalten. Das ist aus anderen Ländern mit einem schwachen öffentlichen Fernsehen genügend bekannt.
      3. Der Bundesrat hat kürzlich beschlossen die Billag-Gebühren auf 365 Franken zu senken. Wennschon geht die Entwicklung also klar in die andere Richtung als Sie behaupten. Das ist billige Angstmacherei und auch hier Fakenews.
      Klar ist, wenn wir die No-Billag-Initiative annehmen, werden wir in Zukunft von Falschinformationen, wie die Ihrigen, noch mehr vorgesetzt bekommen.

      • Markus sagt:

        Googeln sie mal nach „Die Zeit ist reif für staatliche Subventionen“ der AZ Medien. Die Stimmen werden immer lauter auch die Printmedien zu subventionieren. Es gibt keinen Grund nur TV und Radio zu subventionieren, aber andere nicht. Der BR hat mit Hinsicht auf die No-Billag Initiative die Steuer gesenkt, wird die Initiative abgelehnt, wird die Steuer früher oder später erhöht, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Auch Reiche wollen mit (Medien) Firmen Geld verdienen, das ist der Grund wieso sie reich sind. Niemand kann sich auf Dauer ein Medienunternehmen leisten, dass Geld verbrennt, das bedeutet, es würde endlich Fernsehen und Radio für den zahlenden Kunden gemacht und das kann für uns nur von Vorteil sein.

      • Emil Eugster sagt:

        Und die Falschinformationen werden unwidersprochen bleiben, weil keine anderslautende Meinung mehr veröffentlicht würde.
        Siehe FOX News oder InfoWars.

        • Hans Hasler sagt:

          Sowohl Fox News wie auch InfoWars wird doch die ganze Zeit widersprochen. Eine SRG ist auch kein Zauberstab, der „alternative“ Infos einfach so wegwedeln kann.

    • Paul Levi sagt:

      Es ist ziemlich ätzend, dass man mit solchen Lügen Abstimmungskampf bestreitet. Letztes mal waren es noch 1000 Fr und jetzt sind es immerhin nur noch 600 Fr. Doch für beide Zahlen gibt es absolut keine Grundlagen. Das sind reine Verschwörungstheorien ohne Hand und Fuss. Oder liefern Sie doch bitte einen einzigen Beweis, für diese angebliche Absicht des Bundesrates.
      Scheinbar sind die Argumente für die Zerschlagung der SRG so schwach, dass man mit solchen Lügen kommen muss.

  • Felix Schweizer sagt:

    Die No-Billag-Initiative zielt ganz klar auf die Zerschlagung der SRG. Aus dem einzigen Grund, weil die SRG nicht von aussen mit viel Geld gesteuert und beeinflusst werden kann. Das macht sie in den Augen der milliardenschweren politischen Meinungsmacher aus den Reihen der SVP gefährlich und darum wollen diese Kreise die SRG weg haben.

    • Nicoletta sagt:

      Milliardenschwer ist die SRG mit einem Chef, der kein unternehmerisches Risiko trägt und mehr als ein Bundesrat verdient. Nach der SRG kommen Ringier (via Werbung verbandelt mit der SRG) und Tamedia, deren Besitzer ebenfalls milliardenschwer sind. Dann folgt die NZZ. Die SVP-Zeitungsverleger sind dagegen Zwerge und nicht im TV-/Radiogeschäft. Im Übrigen gibt es Milliardäre aus Basel (Oeri) und Zug (Brunner), die linke Onlinezeitungen finanzieren. – Aber klar, Herr Felix Schweizer zeigt uns, dass wir in Zeiten der Verschwörungstheorien leben.

      • Felix Schweizer sagt:

        Immerhin ist auch der Bundesrat der Ansicht, die No-Billag-Initiative ziele auf die Zerschlagung der SRG (siehe Stellungnahme von Bundespräsidentin Doris Leuthard). Da haut Frau Nicoletta mit ihrer „Verschwörungstheorie“ bös daneben.

  • Paul Meier sagt:

    Also wenn der Staat als Auftraggeber, Geldgeber und Kontrollinstanz der SRG agiert ist der Einfluss doch offensichtlich. Die SRG ist somit nur noch ausführendes Organ für die technische und operative Umsetzung der Vorgaben des UVEK.
    Ausserdem ist der Blog etwas widersprüchlich. An Anfang beklagt sich der Autor über die häufige Verwendung des Begriffes ‚Staatsfernsehen‘ nur um am Schluss betrübt festzustellen dass der Begriff auf der Homepage vom Initiativkomittee nur einmal vorkommt. Also was jetzt?

  • Jürg Naegeli sagt:

    Genau das ging mir beim Lesen des Artikels durch den Kopf: Die SRG muss rasch medienwirksam gezielte Aktionen anreissen, welche für ein grosses Publikum aussagen, dass sie Kritik ernst nimmt und Verbesserungen anstrebt. Zum Beispiel könnten die Löhne in den Chfetagen auf ein erträgliches Mass gedeckelt werden. Oder man verzichtet auf Werbung nach 20:00 Uhr und macht dafür ein paar weniger perfekte Bilder in den Eigenproduktionen wie «Wilder», was dem Inhalt der Geschichten keinen Schaden zufügen würde.

    Ich befürchte leider, dass ohne solche Zeichen ans grosse Publikum dieses bei weitem nicht perfekte, aber gesellschaftlich sehr wichtige liberale Medien-Konglomerat in grosser Gefahr ist. Und wer wünscht sich denn ein Monopol-Medium à la Nordkorea oder Berlusconi, Wanner oder Blocher?

  • Haas Robert sagt:

    Man muss sich dies vorstellen. Nur Private TV & Radiosender. Dies wäre der Untergang der verschiedenen Musikkulturen. Den ganzen Tag Boser & CO.
    Da muss man den TV verkaufen. Und der Sport wer überträgt die Olymoischen Spiele Fussball WM usw.
    Die aussagen der NO-Billag Befürworter sind immer die gleichen und meistens falsch

    • toni müller sagt:

      Grüezi Herr Haas, die olympischen Spiele vermarkte ich gerne! Da, laut ihrer Meinung, niemand anders daran Interesse haben kann, kaufe ich die Rechte billig auf und verkaufe Diese an alle dann wohl existierenden ca. 50 Schweizer Privatstationen incl. Youtube.

    • Markus sagt:

      Ah ja, Medienvielfalt durch Medienmonopole. Wieso erinnert mich das irgendwie an Orwells 1984?

  • Thomas Lieven sagt:

    Die Rechnung ist einfach: 75% werden über Gebühren finanziert. Wenn man dieses Geld von einem Tag auf den anderen nicht mehr zur Verfügung hat, dann muss das Angebot drastisch zurückgefahren werden. Es gibt logischerweise Abstriche in Qualität und Vielfalt des Angebots. Das wiederum wirkt sich direkt auf die Werbeeinnahmen aus. Von den 25% der Werbeeinnahmen erneut ein grosser Teil wegfallen.
    Es wird die SRG also nicht einfach „gesund geschrumpft“, wie oft behauptet. Vielmehr wird sie zerschlagen. Denn mit den wenigen verbleibenden Einnahmen, wird nicht mehr Qualitätsfernsehen gemacht werden können. Gezeigt wird in Zukunft nur noch, was sich mit Werbegeldern rechnet: Bachelor, Junglecamp und Bauer, ledig, sucht…

    • toni müller sagt:

      Grüezi Herr Liven, Sie haben vermutlich Recht! Was Sie aber damit auch ausssagen ist, dass die SRF Werbung subventioniert! Für einen Werbefranken bekomme ich bei der SRF 3.- vom Konsumenten dazu! Das können die Privaten nicht anbieten und trotzdem existieren ein paar. Vermutlich lohnt es sich ab dem Frühling 2018 ein eigenes qualitativ hochwertiges Privat-TV zu machen. Da die subventionierte Staatskonkurrenz auf einmal nicht mehr so attraktiv ist. Haben Sie sowas auch schon überlegt, Herr Liven?

      • Thomas Lieven sagt:

        Habe ich mir überlegt, aber die Erkenntnis ist eindeutig: Es lohnt sich nicht. Denn mit tatsächlich bildenden Inhalten lässt sich in der Schweiz kein Geld verdienen.
        Der Markt ist dafür deutlich zu klein. Das Problem haben Sie vielleicht nicht, wenn Sie in Deutschland oder Frankreich leben. Aber in kleinen Ländern, wie der Schweiz, lässt sich mit hochwertigen Fernsehsendungen kein Profit erwirtschaften.
        Schalten Sie einmal heute Abend SF1 ein. Sie werden schnell feststellen, dass es schon heute zu viel Werbung auf diesem Sender hat und es daher nicht möglich ist in diesem Segment, noch mehr Geld mit Werbung zu verdienen. Wenn Sie jetzt bedenken, dass diese Einnahmen erst einen viertel der Kosten decken, dann erkennen Sie unschwer, dass es sich niemals rechnen würde.

    • Markus sagt:

      Das SRF muss nur die Einnahmen anders eintreiben, Stichwort Pay-TV, Sie und noch viel mehr Bürger würden auch freiwillig für SRF zahlen. Vor was also haben sie Angst?

      • Thomas Lieven sagt:

        Ich befürchte zwei Dinge: 1. Dass das Programm von SRF für den Einzelnen teurer würde, als mit dem heutigen System. Der Grund dafür liegt zum einen darin, dass die Gebührengelder von Firmen wegfallen würden und nun der volle Betrag durch die Bürger bezahlt werden. Ausserdem müssten kleinere sprachliche Regionen dann viel mehr bezahlen (falls es überhaupt noch bezahlbar wäre), weil es wohl keinen Solidaritätsausgleich mehr gäbe.
        2. Befürchte ich, dass die Mehrheit der Stimmbürger in qualitativ schlechtere Gratisangebote (also Privatsender) ausweichen würde. Das gleiche lässt sich schon heute bei den Gratiszeitungen beobachten. 20min hat die grösste Leserschaft. Zu wenig Menschen sind bereit, für gute Informationen Geld zu bezahlen. Die Konsequenz: Schlechtere Entscheide bei Abstimmungen.

  • Kunz Bächler sagt:

    „Dem Staat gehört kein einziges Mikrofon“ Das ich nicht lache!!!!!! Hören sie mal das „Echo der Zeit“. Da wir 90% das veröffentlicht, was direkt aus dem Bundeshaus kommt. 10% Gegenstimmen und andere Kommentare. Und das soll kein Staatsfernsehen sein?
    ex Politiker führen das SRF. Die Politiker zwingen das Volk und sorgen dafür, dass 1.3Mia an das SRF fliessen. ex SRF Mitarbeiter sind jetzt bei der SP im Parlament und machen SRF Lobbying.
    Also für mich, zu 100% ein Staatssender!!!

    • Gerhard Engeli sagt:

      @Bächler: Im Echo der Zeit kommt 90% aus dem Bundeshaus. Davon sind aber 30% SVP-Parlamentarier.

    • Maurice Velati sagt:

      Das ist nun aber etwas gar viel Vorwurf mit gar wenig Fakten. Vielleicht sollten Sie die Sendung einmal anhören… Wann haben Sie denn einen Beitrag über nationale Politik gehört, der nur eine Meinung zu einem Thema beleuchtet? Ich höre jeweils ziemlich aufmerksam und kann mich nicht erinnern…
      Zu den Ex-SRF-Politikern. Vielleicht kennen Sie den ehemaligen Arena-Moderator, der jetzt in Zürich politisiert? Ist glaube ich nicht von der SP, oder?
      Selbstverständlich kann man SRF doof finden. Aber man sollte sich trotzdem an die Fakten halten.

  • Christian Keller sagt:

    Was ist falsch daran, wenn «der Staat» ( also unser demokratisch organisiertes Gemeinwesen) darüber wacht, dass die Vierte Gewalt funktionsfähig bleibt, solange er sich nicht in redaktionelle Belange einmischt? Irgendwo sitzt schliesslich die Macht – wenn nicht beim Staat, dann beim Geld.
    Genau das ist es, was die Feinde der SRG ändern wollen: nicht mehr demokratische Prozesse, sondern finanzielle Macht soll das Sagen haben. Zutiefst unschweizerisch!

  • Markus sagt:

    Zum Staatssender wird SRF durch die Tatsache, dass SRF direkt Steuergelder bzw. Staatsgelder bekommt. Durch diese Tatsache wird SRF vom Staat bzw. Politiker abhängig und nicht vom eigentlichen Kunden.

  • Pjotr Müller sagt:

    Die Argumente der Initianten und deren Anhänger sind flexibel:
    – wird die SRG als Staats-Fernsehen und -Radio gesehen, muss diese zerschlagen werden.
    – wird die SRG aber nicht als Staats-Fernsehen und -Radio betrachtet, wird dieser Umstand kritisiert und die Finanzierung über Steuergelder gefordert (was die Initiative aber kategorisch ausschliesst und was die Kreise der Initianten auch stets abgelehnt haben).

  • Franziska Moser sagt:

    Danke für diesen Beitrag. Es gibt vieles zu kritisieren an SRG und Billag, aber nichts, was deren Abschaffung rechtfertigen würde. Dank der SRG haben alle Regionen und Sprachen hochwertige Informationssendungen. Der Zusammenhalt unseres Landes sollte uns das Geld wert sein, ganz abgesehen einmal von den lokalen Radio- und Fernsehstationen und dem einheimischen Filmschaffen, die ebenfalls von den Gebühren profitieren. Wird die Initiative angenommen, ersteigern reiche alte Männer die Konzessionen, und die Berlusconisierung unseres Landes kann beginnen.

  • Lahor Jakrlin sagt:

    Die SRG kann ohne Zwangssteuer funktionieren. Indem sie sich an ihre Sufgabe konzentriert (service public). 90 % des heutigen Programms hat NICHTS mit dem öffentlichen Dienst (für ein Medium ist dies NUR Information) zu tun.
    By the way: Wozu benötigt der mediale Service Public (SP, sic.) 17 R- und 7 TV-Sender? Würden nicht 4/4 oder gar 3/3 genügen?

    • toni müller sagt:

      Genau! Dann noch durch ein Abo finanziert und alles ist Bestens. Ich sehe/höre kein R/TV ich werde also auch kein Abo lösen. Aber es gibt ja genug Menschen in der CH die SRF gucken. Jetzt noch!

  • Judith Schneiderhan sagt:

    Links-Politiker, Journalisten und Kommentarschreiber wettern, spotten und krakeelen gegen die No-Billag. Die Verlustangst vor Meinungsdominanz und vor Verlust der steuergeldfinanzierten PR-Plattform für Sozialismus ist gross. Die Journalistengewerkschaft legt sich tüchtig GEGEN die Initiative ins Zeug! Aber alle Sophistereien und alles Schönschnorren täuscht nicht darüber hinweg, dass die SRG ein Staatssender war, ist und bleibt. Den Linken von SP bis CVP geht es darum, mit dem Staatssender weiterhin die Deutungshoheit zu kontrolliernen. Mit Internet und den neuen Medien entgleitet den Linken diese Kontrolle zusehends, und krampfhaft versuchen sie, wenigstens den Staatssender zu halten und die 6500 Staatsstellen gewerkschaftlich kontrollieren zu können.
    Staatsfernsehen ist von gestern.

  • Meisterhans sagt:

    Entscheidend ist doch, dass das Staatsfernsehen mit Abgaben finanziert wird, dafür wird nämlich eine Steuer von den Unternehmen und Privaten erhoben, die voraussetzungslos geschuldet ist. Es ist also keine GEbühr für eine Gegenleistung, sondern ganz klar eine Steuer. Mit Steuern finanziert der Staat seine echten und angeblichen Aufgaben.

  • werner boss sagt:

    Solo schlimm wie es hier dargestellt wird, ist es nun wirklich nicht mit den Vorwürfen des Staatsenders. Wenn schon, würde ich eher von einem Parteisender sprechen! Aber die wirkliche Unzufriedenheit kommt aus meiner Sicht aus der ungenügenden Berichterstattung Was interessiert es mich wenn dem Trump sein letzter Furz in allen Varianten und mit unzähligen Berichterstattern kommentiert wird, wenn am nächsten Tag schon das Gegenteil zu lesen ist! Umgekehrt wird über vieles in der Schweiz einfach geschwiegen. Aber auch die Unterhaltung ist so veraltet und verschimmelt das es schon aus meinem Fernseher stäubt.

  • Christian Steiner sagt:

    Mir fällt auf, dass bei Abstimmungen die Vorschläge des Bundesrates immer im günstigsten Moment, nämlich kurz vor dem Abstimmungstag, präsentiert werden. Ein kompletter Staatssender ist die SRG nicht, jedoch geht sie sehr verschwenderisch mit dem Geld um. Herr Matter hat in 2 Fernsehsendungen in Aussicht gestellt, dass in Zukunft weniger Ko-Kommentatoren bei Sportsendungen eingesetzt werden. Ich stelle fest, dass es laufend mehr werden. Im Fussball sind plötzlich wieder ein paar neue Gesichter aufgetaucht. Auf die Kommentare der sogenannten Experten kann verzichtet werden, da sie eh das erzählen was jeder Zuschauer selbst sieht.

    • Paul Levi sagt:

      Da muss ich entschieden widersprechen. Es ist wohl kein Zufall, dass alle Sportsender Experten einsetzen. Gerade die Experten machen den Unterschied, wie z.B. O. Kahn beim ZDF oder früher G. Netzer. Z.B. im Tennis habe ich schon von Deutschen gehört, dass diese die Matches immer auf SRF schauen, wegen den guten Kommentatoren.

  • Hans Hasler sagt:

    Eine sehr „technisch-juristische“ Argumentation. Juristisch mag die SRG ein Verein sein. Aber es kann wohl kaum bestritten werden, dass das nicht ein normaler Verein ist wie ein Turnverein oder so.

    Die Feststellung, dass die SRG kein Staatsender wie der von Nordkorea ist finde ich doch sehr peinlich. Wie tief muss man eine Messlatte eigentlich ansetzen?

    • Emil Eugster sagt:

      Mit anderen Worten; Fakten zählen für sie nicht, sondern nur Gefühle.

      • Hans Hasler sagt:

        Was für Fakten? Die ganze Diskussion ist reichlich faktenfrei. Zeigt sich ja auch deutlich daran, dass tatsächlich auf Nordkorea zurückgegriffen werden muss.
        Der „Fakt“ dass die SRG ein Verein ist, ist etwa so bedeutend wie eine Aufzählung der Anzahl SRG – Mitarbeiter, die den Vornahmen „Rolf“ tragen. Das wäre dann auch ein Fakt und genau so unbedeutend für die Diskussion….
        Die Tatsache, dass die SRG über eine Zwangsabgabe finanziert wird ist doch wesentlich bedeutender, als die „rein formelle“ Organisation als Verein.

        • Emil Eugster sagt:

          „Der „Fakt“ dass die SRG ein Verein ist, ist etwa so bedeutend wie eine Aufzählung der Anzahl SRG – Mitarbeiter, die den Vornahmen „Rolf“ tragen. Das wäre dann auch ein Fakt und genau so unbedeutend für die Diskussion“
          Nein.
          Die formelle Organisation ist zentral.
          Die Schweiz ist ein direktdemokratischer Rechtsstaat und keine Diktatur. Ist für mich irgendwie wichtiger als die Art, wie sie sich finanziert, zumal die Form direkt auf die Finanzierung Einfluss nimmt. ZB. dass die Schweiz sich nicht mittels Eroberungskriegen bereichert oder per Sklavenhandel usw.

          • werner boss sagt:

            Eugster, wenn schon von Fakten die Rede sein soll, dann spielt es doch eine Rolle wie ein so wichtiges Organ wie Radio oder Fernsehen von einem Grossteil der Bevölkerung wahrgenommen wird und da kommt leider offensichtlich unser Fernsehen schlecht weg sonst würde eine Annahme der Initiative nicht befürchtet!!

          • werner boss sagt:

            Eugster, wenn schon von Fakten die Rede sein soll, dann spielt es doch eine Rolle wie ein so wichtiges Organ wie Radio oder Fernsehen von einem Grossteil der Bevölkerung wahrgenommen wird und da kommt leider offensichtlich unser Fernsehen schlecht weg sonst würde eine Annahme der Initiative nicht befürchtet!! Es reicht eben nicht, ein paar Auserwählte in einem “ Verein “ zu versammeln und dann zu behaupten damit sei die ganze Schweiz vertreten.

  • Claus Koch sagt:

    Der Autor hat richtig erkannt, dass die ganze komplizierte und teure demokratische Tarnung mit Rechtsform, regionalen Trägervereinen, Publikumsrat und anderen Gremien ohne jegliche Weisungsbefugnis nicht darüber hinwegtäuscht, dass die SRG letztlich dem Staat verpflichtet ist, der ihr das Privileg zum flächendeckenden Einzug von Gebühren übertragen hat und den Vollzug mit Staatsgewalt durchsetzt. Man beisst nicht die Hand, die einen füttert. Entsprechend zahm und staatsgläubig präsentiert sich auch die Berichterstattung. Unabhängigkeit geht anders.

  • Robert Hugelshofer sagt:

    Wenn dieser Staat den Bürger unter Androhung von Gewalt (Konkursverfahren, Strafen, etc.) zwingt, eine einzige Fernsehgesellschaft zu finanzieren, dann handelt es sich logischerweise und de facto bei dieser Fernsehgesellschaft um einen Staatssender. Da kann man noch nächte- und tagelang darüber argumentieren, ob dies zutrifft oder nicht, und dass die SRG ein Verein ist. Die Realität in Helvetistan ist anders. Über die Inhalte der SRG kann ich nicht mitreden, da ich keinen Fernseher habe. Ich darf dann aber wohl mitzahlen, um die ach so wichtige Solidarität mit zu bezahlen. Auch hier ein Irrtum: Solidarisch kann man nur freiwillig sein. Solidarität unter Zwang gibt es definitorisch nicht. Schon nur diese zwei Ansichten haben mein Stimmverhalten beeinflusst.

  • Elias Fankhauser sagt:

    Verstehe ich das richtig: Gemäss obiger Argumentation ist der von SRG-Fans oft kritisierte Absatz 6 der NoBillag-Initiative „Der Bund betreibt in Friedenszeiten keine eigenen Radio- und Fernsehstationen“ also doch kein Problem? Die Initiative zerschlägt/zerstört also doch nichts und zieht auch keine Stecker? Dann bleiben SRG noch 326 Millionen Werbeeinnahmen pro Jahr und die Erkenntnis, dass es nicht mehr für 17 Sender reicht. Das ist doch gut so. Also kann ich guten Gewissens JA stimmen.
    @Paul Levi: Die 365 Franken sind nur ein einmaliges Zückerchen, damit niemand mehr nach der widerrechtlich eingezogenen Mehrwertsteuer fragt. Oder wo genau garantiert die Medienministerin bei einem Nein, dass 2020 nicht wieder 451 oder 600 Franken fällig werden?

    • Paul Levi sagt:

      Weil also die Medienministerin nicht gesagt hat, dass irgendwann 600 Fr fällig werden, ist das ein Beweis, dass einst die Beiträge bei 600 Fr enden werden? Das nennt man Umkehrlogik. Sie scheinen zu vergessen, dass der BR eine Verantwortung gegenüber dem Volk trägt und nicht einfach willkürlich die Preise anheben kann. Ich habe jedenfalls mehr Vertrauen in den BR als in SRG-Gegner die Propaganda verbreiten.
      Das ist ein Trugschluss, dass der SRG die Werbeeinnahmen bleiben, denn ohne Sendungen gibt es auch keine Werbeeinnahmen. Die SRG wird durch die Abstimmung eindeutig zerschlagen.
      Interessant ist der Passus in Friedenszeiten. Soll der Bund eine Infrastruktur aufbauen für Kriegszeiten? Das wäre ziemlich teuer.

      • Elias Fankhauser sagt:

        @Paul Levi: SIE haben um 08.56 Uhr nach Beweisen verlangt. Ich machte darauf aufmerksam, dass die Medienministerin zwar 365 Franken angekündigt(!) hat, aber keinerlei Aussagen für die Folgejahre macht. Im Gegenteil, im RTVG steht ja ausdrücklich, dass der BR nach eigenem Gutdünken die Gebühr neu bestimmen kann. Nun kommen sie mit „Vertrauen in BR“ und „Verantwortung gegenüber dem Volk“ als Beweis, dass wir ab 2020 bei einem Nein nicht einmal mehr über den Tisch gezogen werden? Nein danke. Darauf falle ich nicht mehr herein. Sie wissen ja, wer einmal lügt… (Müsterchen: „Service Public Diskussion“).
        Und wegen dem Passus Friedenszeiten: Wie schwierig kann es zu Kriegszeiten sein, einen oder mehreren bestehenden Sender zu enteignen und für SRG-Propaganda zu missbrauchen?

  • Claude sagt:

    Herr Rothacher, der Subventionstopf sollte weiterhin in staatliche oder gemeinnützige einrichtungen verteilt werden. Wer als Privater ein KMU gründet, hat meist ein Startkapital, und benötigt deshalb wohl kaum Subventionen, da er ja durch die steuervergünstigungen(dividendenabzug) indirekt schon subventioniert wird. Sich im „fast freien“(kartelle) Markt zu behaupten war noch nie einfach. Aber jeder der diesen Raum betritt, weiss darum. Die SRG wäre einfach ein anderes Kartell, an dem man heute vorbei wirtschaften muss. wie in jeder anderen branche auch.Der Journalismus, mal abgesehen von langzeitrecherchen, ist TOT. Es wird berichtet, was wer auf seinem Handy filmt,oder einfach behauptet und es wird nicht überprüft oder HinterfragtDementsprechend reisserisch gestalten sich die Titel.

  • Roland Ruckstuhl sagt:

    Der SVP gefällt die Berichterstattung der SRG nicht. Deshalb will die SVP die SRG zerschlagen! Wir werden das noch bereuen. Unterhaltung gehört ebenfalls zur Aufgabe der SRG. Die SRG macht einen guten Job. Tele Züri kann als „Informationssender“ nicht das Wasser reichen. Zum Teil ist es lachhaft was dieser Sender zustande bringt. Abgesehen davon ist Zürich nicht die Schweiz. Viele Personen sind froh um das Schweizer Fernsehen. Sicher es ist kein Jugendsender. Aber auch ältere Personen haben recht auf ein Programm.

    • Martin Frey sagt:

      „Der SVP gefällt die Berichterstattung der SRG nicht. Deshalb will die SVP die SRG zerschlagen!“

      Das liegt ein Stück weit auf der Hand, Herr Ruckstuhl. Der SVP ist auch nicht unbedingt an Meinungspluralismus gelegen.
      Nur geht die Gegnerschaft der Billag wie auch der SRG in ihrer heutigen Form weit über die SVP hinaus. Darunter hat es nämlich auch Linke, Gewerbler, Intellektuelle, Leute die sowieso kein Fernsehen schauen und sich anderweitig informieren, sowie Leute, denen dieser aufgeblähte Apparat schlicht und einfach zu teuer ist.
      Notabene, für den Bruchteil dessen, was Telezüri vom Kuchen, gerade im Vergleich zur SRG, abkriegt, machen die ihren Job relativ gut. Es ist eher die SRG, die sich in dieser Hinsicht ein Stück von deren Kuchen abschneiden könnte!

  • Claude sagt:

    Die Zusammenlegung der SVP-Blätter zeigt ja, wie nötig es wäre, dass Kapital in guten journalismus fliessen müsste. Korrekt recherchiert, und 2 mal nachgeprüft.
    Stattdessen läufts jetzt so: 10-15 Journalisten recherchieren ab sehr bald sehr parteilastig, und verteilen die „News“ auf 5-10 verschiedene Blätter, die jetzt de facto nur noch druckereien sind. Die journalisten kriegen zuerst arbeitslosen- dann IV-gelder oder sozialhilfe, und Die SVP kann darüber wettern. Gewinnmaximiert bewirtschaftet, und genauso ausgelaugt wie Schweizer Boden und Bürger.

  • Martin Frey sagt:

    Die SRG ist kein Staatssender, das ist richtig, obwohl sie sich weitgehend über staatlich eingeforderte Gebühren finanziert. Aber sie ist ein politischer Sender. Bei einem hochqualitativen Staatssender (wie zb. die BBC), der nicht regelmässig journalistische Qualitätsprinzipien mit Füssen treten würde (wie zB. die SRG), wäre die politische Ausrichtung kaum je ein Thema.
    Denn Fakt ist bekanntlich, dass nicht nur die Spitzen der SRG (wie auch anderer ’staatsnahen‘ Betriebe) sondern auch konservativ geschätzt 2/3 der SRG-Mitarbeiter der SP nahestehen. Das wäre an sich keine Thema, wenn man das nicht ständig auf unangenehme Art merken müsste. Bei der SBB z.b. stört das ja auch niemanden. Beim Fernsehen jedoch ist dies ab dem Moment ein Thema, wo es bemerkbar ist.

    • Paul Levi sagt:

      Nur weil 2/3 der Mitarbeiter eher links sind, heisst das noch lange nicht, dass der Inhalt eher links ist. Es ist ja sogar so, dass gerade die SVP von der SRG profitiert, denn egal wie unwichtig ein Furz ist, den die SVP rauslässt, dass kommt auf allen Sendern. Es ist ja kein Zufall, dass Chr. Blocher der häufigste Gast bei der Arena ist.

      • Oliver Langer sagt:

        @Levi: Es sind bei SRG über Zweidrittel der Mitarbeiter links. Und 95% der politischen Inhalte sind links. Das fängt bei der Themenauswahl an und hört bei den kindlichen „Einordnungen“ auf.

      • Martin Frey sagt:

        Nur weil die SVP wie auch ihr Volkstribun bei der SRG regelmässig prominent vertreten zu Wort kommen, heisst das noch lange nicht, dass das Programm SVP-orientiert ist, Herr Levi. Das ist ein etwas seltsamer Schluss, nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass sich die CH-Linke seit rund 20 Jahren an der SVP abarbeitet und in ihrer Fixation nicht mehr viel andere Themen kennt.
        Dass die SVP von dieser Polarisierung profitiert ist unbestritten, deren Entwicklung in diesem Zeitraum spricht ja eine deutliche Sprache.
        Nebenbei, populistische Demagogen jeglicher Couleur garantieren für Fernsehsender zwar keine Inhalte, dafür Schlagzeilen und Einschaltquoten. Ein weiterer Vorwurf, den man der SRG machen kann.

  • Sarah Baumeler sagt:

    Dass sich die allermeisten Zeitungsjournalisten gegen No Billag und pro SRG aussprechen, ist doch höchst eigenartig, wenn nicht gar paradox. Die Krise der Zeitungen und damit der Abbau ihrer Arbeitsplätze hat sehr wohl mit dem SRG-Giganten und seiner überrissenen Gebühr, in Wahrheit eine Steuer, zu tun. Es ist nämlich ganz einfach, wird aber nie erwähnt: Der Durchschnittsverdiener hat kein Medienbudget von 1000 Fr. im Jahr, kann also neben den 450 Fr. Billag nicht noch eine Zeitung für 500+ Fr. abonnieren. Also wird das Zeitungsabo gekündigt: So habe ich es gemacht, meine Mutter mit ihrer kleinen Rente. Die KK steigt, das Einkommen nicht. Die Zeitungsjournalisten wollen das einfach nicht begreifen, da sie entweder die Zeitung gratis erhalten oder ein hohes Einkommen haben – oder beides.

    • Paul Levi sagt:

      Ohne SRG werden also die Zeitungsabos explodieren? All die Leute die jetzt stundenlang vor der Glotze sitzen, werden dann zu Zeitungsleser, die sie sich endlich leisten können? Ich kann Ihnen verraten, wie es mit den Zeitungsabos aussehen würde, wenn die SRG abgeschafft wird: Null, nichts, nada! Das ist eine Illusion zu meinen, dass dann plötzlich die Leute anfangen Bezahl-Zeitungen zu lesen.

    • tigercat sagt:

      Dann abonnieren Sie doch den Tagi, der kostet bei weitem nicht CHF 500.00 Dieser Betrag entspricht vielleicht dem Abo der Weltwoche mit Solizuschlag?

  • Peter zahnd sagt:

    Die Initiative ist ein klassisches trojanisches Pferd. Es geht weder um die SRG noch um die Billag. Sie will diverse Passagen aus unserer Verfassung streichen, unter anderem diese: „Radio und Fernsehen tragen zur Bildung und kulturellen Entfaltung, zur freien Meinungsbildung und zur Unterhaltung bei. Sie berücksichtigen die Besonderheiten des Landes und die Bedürfnisse der Kantone. Sie stellen die Ereignisse sachgerecht dar und bringen die Vielfalt der Ansichten angemessen zum Ausdruck.“ In sämtlichen betroffenen Passagen ist NIRGENDS von der SRG die Rede. Die Initiative will einzig und allein die Stellung der Medien schwächen. Olivier Kessler, Kopf der Initiative, betrieb früher ein rechtsextremes Forum im Internet. Rechtsextremen ist unsere liberale Demokratie ein Dorn im Auge.

  • Markus Moreno sagt:

    Schon interessant, wie die meisten Kommentator/innen hier nicht auf den Inhalt des Artikels eingehen, nämlich dass die SRG kein Staatsbetrieb ist.
    Ich kann auch sagen, weshalb sie das nicht tun. Weil der Artikel, der in sich schlüssig ist, ihnen jeglichen Wind aus den Segeln nimmt. Ihre Kritik plätschert ins Leere.

    • Ralf Schrader sagt:

      Der Blog ist formal schlüssig, inhaltlich beschreibt er die (unmögliche) Quadratur eines Kreises. Die verschiedenen Momente widersprechen sich.

      Ein öffentlich- rechtliches Medium hat nur dann ein Existenzrecht, wenn es im Originalton die Politik des jeweiligen Staates kommuniziert. Nicht kommentierend, nicht wertend, nicht parteiisch. Einfach nur O- Ton. Das können Private nicht leisten, weil denen der unmittelbare Zugang zum Staat fehlt und weil die i.A. keinen Vertrauensvorschuss geniessen. Jede Institution, welche Werbung produziert, ist eine amoralische Institution und nicht vertrauenswürdig. Das gilt auch für die aktuelle SRG.

      SRG muss Staatsmedium sein oder kann weg. Privates Gedudel gibt es bis zum Erbrechen.

  • Anselm Onegin sagt:

    Die SRG ist der Staat. Zumindest der linke Teil des Staates. Es gibt heute keinen Grund mehr dafür, dass der Staat Radio- und Fernsehstationen betreibt und die Medienlanschaft dominiert und kontrolliert. Das gibt es nur noch in diktatkorischen Staaten.
    Mit No-Billag muss sich der Verein SRG neu ausrichten und sich freiwillige Zahler suchen. Das dürfte angesichts der grossmundigen Versprechen der meisten Blogger in den Internet-Foren ein Leichtes sein. Wenn jeder Linke pro Jahr nur CHF 1’000 für die SRG spendet, dann kommt sehr schnell die notwendige 1,2 Milliarden CHF zusammen. Oder doch nicht? Ist die Arena oder der Kassensturz den Genossen nicht so viel wert? Das habe ich mir gedacht.
    Eine zwangsfinanzierte staatliche Fernsehanstalt ist so überflüssig wie jede EU Kohäsionszahlung.

    • Ralf Schrader sagt:

      Erstens gibt es in der Schweiz keine Linken.

      Zweitens braucht jeder Staat ein autorisiertes Medium für die Mitteilungen dieses Staates. Private sind nicht autorisiert, weil sie wegen der Werbefinanzierung generell als unseriös einzuschätzen sind, sich also nur für Sekundärinformation eignen. So wie auch die aktuelle SRG.

      Alles andere als die staatsautorisierten Themen im weitesten Sinne, muss ein ÖR nicht senden, nicht beinhalten. Dafür reicht ein sehr schlankes Medium, zwingend ohne Gebühren und Werbung.

  • Lucas Wyrsch sagt:

    Die NBI will, dass Medien – und zwar alle Medien – allein nach den Marktgesetzen funktionieren.
    Sie macht daher Schluss mit dem Meisten, was bisher zur eidgenössischen Medienordnung gehört hat.
    Mit der Annahme der NBI würde die publizistische Stimme der Schweiz im Ausland zerstört und auch der Zusammenhalt des Landes würde nicht mehr optimal gefördert!
    Mit CHF 1.20 pro Tag sichern sich alle Einwohner der Schweiz ihre demokratische, wirtschaftliche und kulturelle Freiheit im wirtschaftsfähisten und innovativsten Land der Welt.
    Diese Werte gilt es zu verteidigen, sie sind Bestandteil unserer Verfassung!
    Ein Nein zur NBI schützt unsere Demokratie, unsere Wirtschaft, unseren Wohlstand und unsere Kultur vor den Feinden einer offenen, innovativen und erfolgreichen Schweiz!

    • Elias Fankhauser sagt:

      Wow! Glauben Sie wirklich, was Sie hier propagieren? Glauben Sie ernsthaft Ihr 1.20 Franken pro Tag hat auch nur den Hauch von Einfluss auf unsere Demokratie, Wirtschaft, Wohlstand, Kultur und Innovation? Wen dem so ist, bezahlen Sie doch einfach weiterhin FREWILLIG 120 Rappen und lassen Sie Andersdenkende die gleichen 120 Rappen für etwas Reales ausgeben. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass all die hehren Werte die Sie aufzählen, sehr gut auch ohne Zwangsgebühren verteidigt werden können. Wenn diese überhaupt gegen Ihren imaginären Feind verteidigt werden müssen. Einfach zur Erinnerung: Wie lange gibt es zwangssubventionierte Medien in der Schweiz? Und wie lange gibt es den Zusammenhalt, wirtschaftliche und kulturelle Freiheit in der Schweiz?

      • tigercat sagt:

        Wow! Glauben Sie wirklich, Herr Elias Fankhauser, den Quatsch, den Sie hier verbreiten? Natürlich hat Fernsehen und Radio grossen Einfluss auf unsere Demokratie. Nicht umsonst werden bei einem Putsch als erstes Rundfunkstationen besetzt.
        Das Leben ist nun mal ungerecht. Auch ich muss mit meinen Steuern Dinge finanzieren, von denen ich nichts habe.
        Zum zweiten Punkt: Sie wollen jetzt aber nicht allen Ernstes behaupten, dass der Zusammenhalt der Schweiz vor 1848 ein grosser war, nicht war. Bürgerkriege, ausbeuterische Kantone und Städte allüberall. Erst Napoleon setzte diesem munteren Treiben ein Ende. Mit Gründung der Schweiz als Bundesstaat musste zuerst einmal künstlich eine Gründungslegende geschaffen werden.

      • Lucas Wyrsch sagt:

        Lieber Elias Fankhauser, weder Facebook noch Twitter, noch die meisten westlichen sozialen Medien sind in der grössten Volkswirtschaft der Welt, kaufkraftbereinigt, zugelassen! SwissInfo, ein SRG SSR Unternehmen, wir mit seinen chinesischen Artikeln in China von Chinesinnen und Chinesen täglich gelesen!
        Dank guten Marketing Artikeln der chinesischen Version von SwissInfo kamen im letzten Jahr rund 1’052’000 Chinesen in die Schweiz.
        Von 2008 bis 2015 stieg die Zahl der Übernachtungen von Chinesen rasant von gut 200’000 auf über 1,3 Millionen.
        Gewinnen die Befürworter der No-Billag, verbuchten wie keine 19,3 Millionen Logiernächte von ausländischen Gästen mehr!
        Wie könnten ohne SRG unsere Industrie beim $8’000’000’000’000.- OBOR Infrastrukturprojekt ohne SwissInfo weiter promoten?

  • Hannes H. Müller sagt:

    Wenn ein Bundesrat das Pflichtenheft des SRG-Direktors in letzter Minute so ändert, dass sein Kandidat den Posten bekommt, dann ist es ein Staatssender.

  • Rolf Zach sagt:

    Vielleicht ist es gut, wenn wir diese typisch schweizerische Institution wie die SRG zerschlagen. Was machen wir dann mit dem Welschland und dem Tessin?Die wollen wahrscheinlich nur noch französisches und italienisches Fernsehen sehen. Sehr gut für den Zusammenhalt der Schweiz. Wenn man sich unabhängig informieren will, muss man halt nur noch Arte, ARD und ZDF schauen. Bringen nichts von Schweizer Politik, aber ist sehr gut für den Herrliberger, wenn wir gar nicht mehr abstimmen gehen. Die SRG wird wegen dem Schweizer Zusammenhalt dann doch nicht im Welschland und dem Tessin zerschlagen.
    In der Deutschschweiz gibt es eine überregionale und private Fernseh-Anstalt mit starkem Infotainment wie RTL, aber mit Genuss von Bundessubventionen und Dividenden für die Eigentümer, wie Blocher etc..

  • Luzian Otto Mader sagt:

    Ich bin für die SRG, so oder so. Was mich einfach stört, ist das Lohngefüge und die PK: bin Jurist mit EMBA und CAS, LLM. Ich verdiene beim Bund mit 55 netto 6900 Franken, mtl. 1400 in die PK. Mein Studienkollege ist bei der SRG. Hat viel weniger Weiterbildungen. Er kann früher in die Rente, er verdient 12’500 und hat in der PK locker 600’000 mehr. DAS ist das was mich so nervt. Ärzte, Akademiker in so Nischen-Vereinen (auch REGA, SUISA oder SUVA) etc. Die kassieren einfach ab und haben PK-Beiträge, von denen man nur träumen kann. Hier könnte man Millionen sparen. Bei 120 Bewerbungen auf eine Akademiker-Stelle beim Kanton wird es nicht so schwierig sein, diese teuren ohne Weiterbildung mit „Billigen mit Weiterbildung“ zu ersetzen.

  • Paul Schmid sagt:

    Das zu erwartende JA für die „No-Billag“ der SVP zeigt auch schön aus welcher Strategie die Initiative entstanden ist. Schliesslich hat Christoph Blocher nicht ohne Grund so viel für die erst kürzlich erworbenen Druckmedien investiert. Eine Neutrale, für polarisierer unbequeme, SRG ist auf jeden Fall der bessere Weg. An den CHF 365 pro Jahr wird wohl keiner in der reichen Schweiz Schaden nehmen. Ich bin mir sicher, dass ich kein Schweizer Sportabo, Krimiabo oder Unterhaltungsabo kaufen würde. Sport oder Krimis gibt’s auf allen Sendern und die Schweizer sind da gelinde gesagt nicht wirklich prickelnd. Eine Neutrale, für polarisierer unbequeme, SRG ist auf jeden Fall der bessere Weg. An den CHF 365 pro Jahr wird wohl keiner in der reichen Schweiz Schaden nehmen.

Kommentar

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