La Une | Lundi 1 septembre 2014 | Dernière mise à jour 12:15
Politblog
Xavier Alonso am, mercredi 19. septembre 2012

La politique est une drogue

On entendrait presque Le blues du politicien sous la Coupole fédérale lors de cette session d’automne. Une mélodie douce-amère pastichée du Blues du businessman que les Francophones connaissent bien. Cette chanson était l’un des tubes de Starmania, la comédie musicale à succès qui a marqué une époque. L’affaire du burnout de Natalie Rickli a ainsi mis en évidence le surmenage physique et psychologique de beaucoup d’élus.

Sur la page Facebook de Natalie Rickli, les messages de soutien se multiplient pour souhaiter un prompt rétablissement à la figure montante de l’UDC zurichoise. La princesse d’acier est devenue en un aveu – «Burnout – jamais je n’aurais pu imaginer que ça puisse m’arriver» – une femme de 35 ans que l’engagement a consumé par les deux bouts. Et que son médecin a mis au repos forcé.

«Nous sommes comme des boxeurs, on esquive beaucoup de coups, mais on en prend pas mal. C’est parfois dur. On se sent souvent très seul», avoue ainsi Christophe Darbellay. Le président du PDC, comme d’autres politiciens, a été touché par ce non-événement politique, mais qui révèle néanmoins la situation paradoxale des élus fédéraux. Ils jouissent à la fois d’une forte visibilité médiatique mais doivent gérer seuls les contingences d’un agenda noirci de sollicitations et surtout les coups durs.

Tous les politiciens interrogés disent l’importance de connaître ses limites physiques et psychologiques.

Les burnout ne sont pas rares dans la vie politique. Natalie Rickli est un parfait exemple. (Image: Keystone)

A tendre l’oreille auprès des politiciens, on comprend que la fatigue physique n’est rien comparée à l’usure psychologique. «Je ne perds pas mon temps à justifier des absences, ce qui pourrit la vie de pas mal de collègues politiciens», témoigne le président du PS Christian Levrat. Une méthode de bulldozer qui dit a contrario l’importance de l’image et de la présence nécessaire pour faire partie des politiciens qui comptent.

Ainsi les cas de burnout en politique sont légion. De celui spectaculaire de Rolf Schweiger qui n’avait tenu le coup que six petits mois en 2004 à la présidence du Parti radical au «trou noir» de l’UDC Yvan Perrin en 2010, certains élus ont failli y laisser leur santé. Dans les cantons aussi, les exemples pullulent de politiciens qui se sont abîmés dans l’exercice de la vie publique. Je suis crevé, la politique est une drogue, avait lâché le Vert Philippe Bieler en 2003 pour motiver son retrait du Conseil d’Etat vaudois.

Ainsi tous les politiciens interrogés disent l’importance de connaître ses limites physiques et psychologiques et la nécessité de se préserver des plages de temps libre pour se ressourcer et réfléchir loin de l’agitation. Conseiller fédéral radical de 1998 à 2009, le Valaisan Pascal Couchepin se pliait à cette discipline. Il trouvait ainsi le temps, même quand l’agenda débordait, de se retirer le mercredi après-midi sur les hauteurs de Martigny pour de longues marches en montagne. Histoire, expliquait-il, de prendre du recul et d’analyser les enjeux loin des obligations administratives.

A la retraite depuis trois ans maintenant, Pascal Couchepin n’a pas pour autant quitté l’espace public. Entre deux marches en montagne, il trouve le temps d’aiguiser ses chroniques pour la radio d’Etat romande qu’il aimait tant moquer autrefois. Pour ceux qui ne s’en étaient pas rendu compte, Peter Bodenmann n’est plus président du PS Suisse depuis 1997. Il multiplie les billets et commentaires dans la presse suisse des deux côtés de la Sarine! Si on en croit les effets secondaires – dépendance, coup de blues, etc. – la politique est une drogue , disait-on.

SchlagwörterMots-clefs: , ,

Xavier Alonso est correspondant parlementaire à Berne pour le Newsnet à Lausanne (sites internet de «24heures», «Tribune de Genève» et «Le matin»).
Xavier Alonso ist Bundeshaus-Redaktor für Newsnet in Lausanne («24heures», «Tribune de Genève» und «Le matin»).

75 Kommentarecommentaires zusur “La politique est une drogue”

  1. Thomas Zaugg dit :

    Für mich stellt sich einfach die Frage, ob man diese Belastung in einem Milizparlament überhaupt bewältigen kann. Ich verstehe all die Politiker, die sich nur noch auf den Fulltime Job Politik konzentrieren. Die Qualität der Arbeit leidet nämlich mindestens genauso sehr wie die eigene Gesundheit.

    • Thomas, die Antwort ist einfach: Normaler weise ist man Politiker mit vollem Herzblut. Man kann, wenn man’s richtig üben will, umöglich noch X-Nebenjobs, Hausfrau, Mutter und Ehefrau sein. Irgendetwas leidet darunter. Mit diesem soit-disant Burnout habe ich kein Verständnis, weil jeder/ jede sollte seine Grenze kennen!

      • Die Politik ist etwas Spezielles und braucht in den meisten Parteien Leute mit Karakter. Es gibt aber Parteien, die ihre Mitglieder nach demk Aussehen oder Auftreten aufnehmen. Es gibt aber auch enene Partei, die schriftlich verlangen ihre Doktrin in allen Belangen übernehmen und nach Vorschrift ausüben. Da kommt es natürlich vor, dass junge Leute sehr viel Mühe haben dieser Vorschrift zu folgen und alles unternehmen, dass sie nicht abfallen.. Noch schlimmer ist es, wenn die Vorschriften aus dem Rahmen fallen und spez. von jungen Leuten nicht mehr akzeptiert werden, können.

  2. marie-laure keefe dit :

    Nicht Politik ist eine Sucht – Macht ist es!

    • will williamson dit :

      Richtig erkannt. Macht und Profilierung! Es hat aber niemand diese Jammeri gezwungen, in die Politik zu gehen. Wer keinen Druck verträgt, soll es bleiben lassen und eben besser wandern gehen.

      • Steve dit :

        Ja genau, das Wandern ist des Müllers Lust :-)

        • Lucien Michel dit :

          Rickli hätte halt auch ein Säugling mit ins Parlament bringen sollen, so macht man auf sich aufmerksam und muss sich weiter um einen Job kümmern, man kann sich so im Staatsfilz mittreiben lassen.
          Oder sie hätte sich wie die Europaspezialisten Markwalder einen Millionär angeln sollen, der die politische Karriere anschiebt
          Oder ein bisschen Häuser besetzen, und schon ist man politisches Liebkind des Mainstreams.
          Am besten aber ist, man wiederkäut Anti-SVP Phrasen, wie Allemann Bruderer Wyss Ricklin Sommaruga oder die Schweizerin des Jahres- schon hat man ausgesorgt. Komisch, und alle sind Linke

          • iskra dit :

            Michel : Was hat das alles mit einem Burn-out zu tun ?

          • Elena Meier dit :

            Sag mal, was ist denn dein Problem? Was für ein Rundumschlag gegen alle Frauen, die nicht so denken wie du? Du musst ja ziemlich frustriert und aggressiv sein!

          • Christine dit :

            @iskra Elena Meier:Was hier Hr. Michel anspricht,ist gar nicht so falsch.Aber Sie scheinen es beide nicht verstanden zu haben.
            Natürlich hat das,wenn man etwas weiter als die eigene Nase studiert,etwas mit dem Burn-out zu tun.Und ich glaube,dass es Zufall ist,dass es hier oben nur um Frauen geht.Man hätte auch Lévrat, Wermuth, Roth, Girod etc erwähnen können.Diese werden ganz bestimmt nie an einem Burn-out erkranken, denn meist bekommen das nur pflichtbewusste Arbeitstiere mit randvollen Agenden und null Freizeit.Dies ist ja wohl bei denen nicht der Fall.

      • will, absolut richtig, die soll Hausfrau bleiben, ihre Kinder erziehen und mit ihnen wandern gehen!

    • Marie-Laure, richtig, aber Geld haben Sie noch vergessen!

  3. Philipp Rittermann dit :

    das gros der parlamentarier hat einen übersteigerten geltungsdrang. daher auch die “nebenwirkungen”. banal, aber wahr.

  4. nico dit :

    ach ja , seit wann kön nen politiker das symptom bekommen? von was bitte?? cüpli halten, von gelafer zu gelafer eilen, nicht überdachte meihnungen rausposaunen? …. und sollte tatsächlich so was eintreten , kann man sich fragen ob die person überhaupt fähig / tauglich wäre ein grösseres amt auszufüllen.

  5. L. Gerber dit :

    So einfach? Alle sind Opfer ihrer Leidenschaft? Und wie steht’s mit dem Bedürfniss seinen Namen möglichst oft in der Zeitung zu sehen, sein Gesicht möglichst oft im Fernsehen zu zeigen? Mir scheint, dass viele dieser ‘armen’ Politiker dafür keine Mühe scheuen. Und nicht alles davon gut ist für die Gesundheit von Menschen und für unser Land. Aber wenigstens ist es gut für die Medien, die haben immer wieder neue Themen, sinnvolle und weniger sinnvolle.

  6. markus müller dit :

    ich schätze wenn sich die sogenannt ‘überlasteten’ politikerInnen auf die politik alleine konzentrieren und nicht noch x mandate in der wirtschaft, als manager oder verwaltungsräte in firmen und vereinen wahrnehmen würden hätten sie selbst gewonnen, weil sie sich auf eine sache allein konzentrieren können und die politik würde davon sehr profitieren. ich verstehe das burn out von frau ricklin, aber es wundert mich nicht. ein job in der medienbranche, nationalrätin, vizepräsi svp, verwaltungsrätin, selbstdarstellerin auf allen sozialen medien. ich hätte schon lange einen burn out.

  7. Pat Geering dit :

    Leidenschaft Politik? Dass ich nicht lache. Zeigt mir einen Politiker ab Stufe Gemeinderat der die Politik tatsächlich zum Wohle der Gemeinschaft (und damit Leidenschaft) ausübt und nicht zum Wohle seiner selbst und der seiner Freunde und ‘Gönner’. Wer nach den USA schielt und bei Mitt Romneys Verständnis von politischen Ämtern den Kopf schüttelt tut dies sicher nicht zu Unrecht. Aber ist es bei uns tatsächlich besser? Also ist Politik doch nichts anderes als eine Mischung aus Managementkarriere mit ‘Big Brother’ Flair. Politik ist pures Business und Macht. Auch das kann auch süchtig machen!

  8. G. Meier dit :

    Politik ist vor allem Selbstdarstellung, denn niemand muss sich aktiv politisch betätigen. Viel Energie wird zudem aufgewendet, um die ideologischen Standpunkte zu verteidigen. Ich wünsche mir, dass wieder vermehrt im Interesse unseres Landes politisiert wird und nicht nur, um die Parteiparolen zu vertreten. Ein Berufsparlament ist keine Alternative, denn da geht die Bodenhaftung (noch mehr) verloren.

    • Alex von Steiger dit :

      Herr oder Frau G. Meier hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Mit alles Vollprifipolitikern würde noch mehr unnötige Unsinnpolitik betrieben als das zur Zeit üblich ist.

  9. Alles Unfug. Diese Rickli ist eine Simulantin und spielt hier den Scheininvaliden; hoffentlich wird ihr irgendwann mal die IV gekürzt.

    • Lucien Michel dit :

      Ja der gute Gfeller, wohl einer der sich im Milieu der Scheininvaliden auskennt.

    • Christine dit :

      Gfeller: Was verzapfen denn Sie für einen Stuss? Ich bin mir sicher, dass Frau Rickli keine IV beziehen wird. Ein Burn-out wird 1. über die Krankenkasse abgerechnet. Und 2. so lange wird Frau Rickli sich nicht krankschreiben lassen, wie das andere in diesem Fall tun würden. Die wird ihrem Arzt schon sagen, dass sie wieder fit ist, wenn sie fit ist.
      Frau Rickli ist eine pflichtbewusste, nicht arbeitsscheue Person und wird alles daran setzen, raschmöglichst wieder auf die Beine zu kommen.

      • Giuli di Mona dit :

        Alles wunderbare, nicht differenzierte Klischees , gell Christine. Dem sagt man Loyalität.

        Das Leben scheint zeitweise sonderbare Wendungen zu nehmen.
        Was sehr nützlich ist, wenn Mensch weise politisieren will.

        Auch ich wünsche Frau Rickli eine rasche Genesung.

  10. Die SP löst das “Problem” anders: Ihre jungen Karriere-Politikerinnen haben nach dem Gymer noch nie eine ehrliche Arbeit bei irgendeinem Arbeitgeber geleistet. Sie sind direkt in die Politik eingestiegen und nie irgendetwas anderes getan. Was dabei herauskommt: Weltfremde Weltverbesserungsphantasien, die bei den Volksabstimmungen regelmässig bachab geschicht werden.

  11. Hans Rudolf Knecht dit :

    Burn out – das moderne Wort für den Zustand einer Depression! Ich wundere mich nicht wenn Menschen in eine Depression fallen, wenn sich sich rühmen über 1’400 Facebook-”Freunde” zu haben!! Frau Rickli ist einer dieser Menschen, die viel Zeit mit “twittern” verbringt und sich ihrer Facebookfreunde rühmt, welche ihr auch ihr Nationalratsmandat sichern.

  12. Gildo Dall?o dit :

    Bourn out ist nicht nur bei National- und Ständeräte möglich. In der Privatwirschaft ist diese Krankheit sehr verbreitet. Ich möchte allen die sich über die Belastung der Politiker (auch Frauen) abschätzig äussern sagen, dass es einfach nur dumm ist. Ich empfehle allen Kritikern den Job auch man zu versuchen. Frau Natalie Rickli wünsche ich gute Besserung und ein gutes Umfeld.

    • Gildo, nein, bei einem Burnout hat man wohl den falschen Job gewählt. Die bekanntesten CEO’s und Patrons wie Nicolas Hayek, Joe Ackermann, Philipp Hildebrand und die berühmtesten Politiker aus USA, D, F, usw., haben noch nie von einem solchen Schwachsinn geredet. Man ist soweit fit und robust, oder gar nicht!

  13. Martin Bundich dit :

    Politik mit Sucht in Verbindung zu bringen ist wohl etwas gewagt. Wenn schon müsste man von der Geltungssucht reden, die gewisse Leute überhaupt in die Politik treibt. Wenn dann diese Geltungssucht mit limitierten intellektuellen und physischen Kapazitäten gepaart wird, kann dann wohl gut ein “Burnout” entstehen. Hauptursache: Überforderung! Bei Natalie Rickli scheint mir dies der Fall, denn es war ja nicht zu verheimlichen, dass sie sich auf einem für sie zu hohen Niveau zu bewegen versuchte.

  14. Oliver Burkardsmaier dit :

    Burnout… Laut Meinung der SVP ist das doch gar keine Krankheit, und jene, die einen Burnout geltend machen, sind scheininvalide.
    Hat Frau Rickli sich von diesem Standpunkt jemals distanziert?
    Meines Erachtens sollte Sie das, falls ihr etwas an ihrer Glaubwürdigkeit liegt.

    • will williamson dit :

      Eine interessante und absolut zutreffende Überlegung, die Sie da anstellen. Daran hat Frau Rickli vermutlich nicht gedacht als sie die Diagnose bekannt gegeben hat.

  15. Christoph dit :

    Ein krankes System kann nur kranke Menschen hervorbringen. Wer das freiwillig mitmacht und hier wird niemand gewzungen, soll ja scheints ein freies Land sein, ist auch selbst schuld. Am besten wie Randständige und Suchtkranke behandeln; in der Gosse liegen lassen und Nase rümpfend vorbeihuschen. Für etwas gibts ja schliesslich Sozialämter.

  16. Marius Meier dit :

    Politik verlangt einen exponierten Hang zur Selbstdarstellung. Wie man sich die Welt wünscht, versucht der oder die Politikerin seinen Einfluss zu nehmen und “outet” sein Politbild. Dass dies sehr viel Kraft kostet, keine Frage. Schade finde ich, dass die Weltbilder ziemlich starr, je nach Parteizugehörigkeit, vorgegeben sind und häufig gehässige, nicht lernfähige Debatten laufen. Rechthaberei.
    Auch wenn ich fast nie die Meinung von Frau Rickli teile – Gute Besserung!

  17. Norbert Leupi dit :

    “Man kann nicht auf zwei Hochzeiten tanzen” sagt doch, dass man nicht gleichzeitig mehrere Dinge erfolgreich tun kann.Und wer
    es trotzdem tut, wird zum “Fall Rickli” !

  18. Markus Berner dit :

    Die Politik ist eine Sucht, für wenige eine Passion – diese bleiben trotz Engagement gesund – für die meisten eine reine Profilierungssucht, die sie derart verblendet, bis sie scheitern. Frau Rickli kann man nur gute Besserung wünschen. In den meisten Belangen, dann wird sich auch der Gesundheitszustand bessern. Wie man in den Wald ruft, kommt es halt zurück und wenn man Kranke generell dauernd als Simulanten und Sozialbetrüger beschimpft, schadet es nicht, einmal selbst zu erleben, was das heisst.

  19. Juerg Frey dit :

    Die – gutgemeinten – Besserungswuensche auf Frau Rikli’s Facebook-Seite sind beispielgebend und ein Zeichen der Zeit: gute und “rasche” Besserung; genau daran kranken wir; moeglichst rasch wieder funktionieren und das Leben dem “courant normal” uebergeben, alles andere ist eine Schwaeche und nicht gesellschaftsfaehig. Ein Burnout kann auch ein Hilferuf der Seele und des Koerpers sein, dass gewisse Dinge im Leben veraendert werden sollten; den Zweiflern dieser These kann ich waermstens das Buch von Elisabeth Tova Baily empfehlen:”Das Geraeusch der Schnecke beim Essen”.Langsamkeit als Lebensform

  20. Die letzten Jahre waren ja auch geprägt von unproduktivem Parteiengezänke. Zudem hatte die SVP einige ziemlich dumme Patzer zu verzeichnen. Dass dieses Klima der Gesundheit abträglich ist hätten sie sich früher schon denken könne, das kommt ja nicht plötzlich.

  21. Mirjam dit :

    Abstossend, all diese negativen und abschätzigen Kommentare hier. Obwohl ich politisch das Heu überhaupt nicht auf derselben Bühne habe wie Frau Rickli, wünsche ich ihr gute Besserung. Ihr Blogger da draussen, habt ihr überhaupt eine Ahnung – nur einen Schimmer – was ein Burnout mit einem macht und wie es einem da geht? Und wer von euch stellt sich für ein Amt zur Verfügung? Offenbar könnte die Schweiz ja von eurer selbstlosen Bescheidenheit profitieren.

    • will williamson dit :

      Früher sprach man von Erschöpfung. Aber man muss ja “in” sein. Dann heisst es halt “Burnout”. Die Ursache ist längerfristige Überforderung, sehr oft Selbst-Überforderung. In der Politik eher das Letztere. Wer keinen dicken Pelz hat, sollte halt nicht in die Politik gehen, schon gar nicht in die SVP. Gezwungen wird ja niemand. Nichtsdestotrotz wünschen wir Frau Rickli selbstverständlich eine baldige Erholung.

    • Mirjam, Burnout ist ein relativ neuer Ausdruck. Das kannten wir meine Frau und ich in unserem Geschäftsleben absolut nicht. Heute für dies und das ist man plötzlich “geburnoutet” wie schön dieser Ausdruck… Arznei: Ausspannen, spazieren, fischen, gut essen, etwas neues kaufen, z.B. ein tolles Auto ein Schmuck usw. Burnout ist keinesfalles lebensgefährlich, man kann aber darüber gut referieren!

    • walter bossert dit :

      Herrlich, wie sich doch hier gewisse Leute mal abreagieren und ihre wahre Einstellung zeigen konnten! Wäre es um eine linke gegangen hätten sie schnell den Schwanz eingezogen um nicht Schimpfis von Frau und Parteikollegen zu erhalten!

  22. Gabi dit :

    Interessiert mich überhaupt nicht ob Frau Rickli ein Burn out hat, den es interessiert Sie ja auch nicht ob ich eines habe.
    Ich bin ja nur ein normaler Bürger, der arbeiten muss und schauen muss wie er den Monat übersteht, auch mit viel Stress und Forderungen vom Arbeitgeber – ohne Rücksicht auf Müdigkeit oder persönliche Schicksalschläge! Man kann es sich als normal Büezer nicht leisten ein Burn out zu haben, den sonst ist irgend wann der Arbeitsplatz neu besetzt. Ich habe mit den Politikern oder Frau Rickli überhaupt kein Mitgefühl, sollen nicht immer so auf “wir sind die Armen” machen.

  23. Ruedi Lais dit :

    Ich habe rund 25 Jahre Kommunal- und Kantonalpolitik hinter mir. Politik ist ganz klar eine Tätigkeit mit hohem Suchtpotenzial. Süchtig macht weniger die Macht (=Möglichkeit, etwas zu bestimmen oder verändern), sondern die (mediale) Aufmerksamkeit, die einem zuteil wird. Als Kantons- oder Nationalrat wird man an jedem Provinzanlass speziell begrüsst und kann von persönlichen Begegnungen mit der Prominenz erzählen, man steht im Mittelpunkt. Erfolg wird nicht daran gemessen, was man für die Wähler erreicht hat, sondern am Wahlresultat und der hierarchischen “Höhe” des eroberten Amtes..

  24. Nicolas Weber dit :

    Jaja der Burnout – Der inoffizielle Ritterschlag der Leistungsgesellschaft.
    Ich würde mir ja ein Parlament wünschen, in dem es nicht die Lautesten und Präsentesten sind, die Gehör finden. Wenn PolitikerInnen nicht so viel Zeit damit verschwenden müssten, sich selbst ins Bild zu setzten, würde kaum jemand unter der “Last” eines Nationalratssitzes zusammenbrechen. Dummerweise verschlägt es kaum Menschen die frei von Geltungs- und Profilierungsdrang sind.

  25. Peter Beutler dit :

    12 Jahre lang sass in ich einem Kantonsparlament. Daneben Arbeit in einem anspruchsvollen Beruf. Zweimal kollabierte ich physisch an Erschöpfung. 80 Stundenwoche mit über 60! Nicht immer kann man sich den Aufgaben, die man angenommen hat, entziehen. Z.B. Abnahme einer Maturaprüfung. Dann rebelliert plötzlich der Körper. Ich hatte noch Glück: Bei mir war es harmlos. Ich reduzierte daraufhin das Pensum meines Brotberufs. Das ist leider nicht allen möglich. Als Kantonsparlamentarier ist man nicht selten mit einem 40%-Pensum konfrontiert und erhält jährlich 10‘000 Fr. oder weniger

  26. marc dit :

    Frau Rickli hat sich in die Erschöpfung gearbeitet. Das nennt man dann neudeutsch Burnout. Sie liebt die Politik und betreibt sie mit Leidenschaft (auch wenn sie nicht gerade meine politische Richtung vertritt). Sie wird sich wieder erholen und weitermachen. Ein Suchtverhalten hat jeder, auch wenn man sich das nicht zugestehen mag. Sucht heisst ja vor allem, von etwas nicht mehr lassen zu können, selbst wenn man sich klar ist, dass es einem schaden könnte. Eine suchtfreie Gesellschaft wird es nie geben. Möge daran glauben, wers mag. Auch Bescheidenheit kann zur Sucht werden.

  27. Quoi ou qui est une drogue? La cocaine, une jolie maîtresse peuvent être une drogue, si il y éxagération! Dans la politique, comme dans la profession, il faut connaître ses limites. Il y a tant de capitaines d’industrie qui ne connaissent aucun burnout, par contre dans la politique, on est subitement à bout de forces, pourquoi? Parce-que la politique est malsaine, fausse, mensongère, est concurrentielle, il existe également du mobbing. En un mot Mesdames et Messieurs, si vous désirez un infarctus immédiat, devenez politiciens!

    • will williamson dit :

      A votre connaissance: Comme drogue je préfère une jolie maîtresse à la cocaine! Et comme je ne désire pas l’infarctus immédiat je ne deviens pas politicien. Je vous remercie de vos conseils!

  28. Von Herzen wünsche ich Frau Ricklin gute Genesung. Nun ist “born-out” keine Erkrankung, sondern eine existentielle Krise, ein Eingeständnis, dass jemand seinen eigenen Überforderungen nicht mehr gerecht werden kann. Die Bekanntgabe eines burn-out” bleibt problematisch. Ist jemand erkrankt, geht es die Öffentlichkeit nichts an, woran er erkrankt sei, er genießt Persönlichkeitsschutz. Das gilt auch für die evtl. diagnostischen Elemente von Depressivität usw., die sich im “burn-out” verstecken können. Deshalb: Erkrankt zu sein, muss nicht mit “burn-out” gerechtfertigt werden. Gute Besserung!

    • Heulsuse dit :

      Wie kann man an etwas erkranken, das keine Krankheit ist/sein soll?
      Man lese im ICD-10 nach und findet als Definition “Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung”. Das sagt doch schon alles. Jemand hat (vereinfacht gesagt) sein Leben nicht im Griff und gilt dann als krank?

    • will williamson dit :

      Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass es die Öffentlichkeit nichts angeht, woran jemand erkrankt ist. Wenn aber eine öffentliche Person die Diagnose selber bekannt gibt, ist ja gerade beabsichtigt, dass es die Öffentlichkeit erfährt. Man soll doch Mitleid haben mit der Person, die durch ihren unermüdlichen Einsatz für die Partei und das Volk in diese üble Lage gebracht worden ist. Eine andere Interpretation kommt mir da nicht in den Sinn.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Eicher, ich bin nicht Arzt, aber ein burnout ist nach meiner Meinung keine Krankheit, sondern ein momentaner Zustand. Das kann imaginär, ein Selbstmitleid, oder eine Entäuschung sein. Es ist aber nicht irreparable, eine positive Einstellung, eine schöne Überaschung können sehr viel helfen. Es grüsst Sie Martial!

  29. sepp z. dit :

    Als Unternehmer mit eigener Firma und ehrenamtlichen Tätigkeiten finde ich es peinlich, wie Politiker hier jammern und von ihrer vielen Arbeit klönen. Notabene die Politiker, die kranke Berufstätige gerne als Scheinkranke abstempeln. Aber wahrscheinlich soll da einfach die nächste Diätenerhöhung der Damen und Herren Politiker schöngeredet werden.

  30. Ich hoffe wirklich, dass es bei der Politik um mehr geht, als um die persönliche Profilierung. Ich sitze im gleichen Parlament wie Herr Lais und habe bei den meisten Kolleginnen und Kollegen den Eindruck, dass sie echte politische Überzeugungen mitbringen. Man sollte nicht vergessen, dass wir treuhänderisch im Sinn unserer Wählerinnen und Wähler zu handeln haben. Ich meine, diese Verantwortung wird von den meisten Politikern durchaus ehrlich wahrgenommen. Es gibt überall seltsame Leute. Sie sind aber nicht die Regel.

  31. Regina Möckli dit :

    Burn out entsteht bei übermässigem Engagment, fehlender Rücksicht auf normalkörperliche, normalmenschliche Bedürfnisse, Abhängigkeit von unmenschlichen Werten und von falscher Anerkennung. Auch bei Frau Rikli ist nichts anderes darunter als eine psychische, psychiatrische Erkrankung. Die Diagnose Burn out ist nur eine Umschreibung. Krankheit als Chance. Veränderung und Umlernen ist angesagt. Vielleicht hilft es ihr und der Partei Psychisch Kranke nicht mehr zu diskriminieren und abzuwerten.
    Mitgefühl sollte für das menschliche und einander wohlwollende Verhallten unter uns da sein.

    • will williamson dit :

      Man gönnt es ja niemandem. Aber vermutlich ist es ja nicht schlecht, wenn Leute, die andere als Simulanten, Scheininvalide und Sozialschmarotzer einstufen, durch eigene Erfahrung merken, dass da offenbar doch reale Probleme existieren.

  32. Hess Theo dit :

    Ich habe Frau Rickli vor Monaten ein Mail geschrieben und sie darauf aufmerksam gemacht, dass ihr rühriges Tun ähnlich unerträglich ist wie das von Frau Jaqueline Fehr. Ob das Wachstum der schwarzen Waldameise, ein Kampfflugzeugkauf, der Milchpreis, die Cervelathaut oder sonst ein vermeindliches Problem auftauchte, Rickli wie Fehr wussten dazu mehr.
    Man kann nicht immer mittanzen, auch wenn Musik aufgespielt wird. Ihr angebliches Gesundheitsproblem hat sich Frau Rickli selbst eingebrockt.

  33. Urs Kym dit :

    Wenn man als gewöhnlicher Arbeitnehmer mit so was kommt ist man gemäss allgemein vorherrschender Meinung der von Nickli vertretenen Partei ein linkes Weichei, welches die Absicht hat, auf Kosten der Allgemeinheit zu leben und eine Karriere als IV-Schmarotzer anstrebt.

  34. Rolf Bryner dit :

    Burnout ist nichts anderes als eine Selbstüberschätzung oder falscher Ehrgeiz. Ob Politiker oder Nichtpolitiker sollte man seine Fähigkeiten hinterfragen und seinen Ehrgeiz realitätsbezogen umsetzen. Ein Burnout ist somit nichtrs anderes als eine Fehleinschätzung seiner selbst oder ein ungesunder Ehrgeiz.

  35. Immer, wenn die SVP gegen die IV-Bezüger gewettert hat, musste ich mir Tiraden anhören (auch am Arbeitsplatz), dass meine Tochter nur Kostenfaktor und Schmarotzer sei. Nun erwischt es die Schimpfer auf Scheininvalide selber! Aber mit sich selber ist man immer grosszügiger.

  36. r.meier dit :

    diese hasstiraden gegen die svp wird langsam unerträglich,momentan ist jetzt ch.mörgeli an der reihe,eines ist sicher,sp und grünen-anhänger,sind hetzer der allerersten güte,vom gutmenschentum keine rede,sieht man wieder mal bei diversen kommentaren zu diesem bericht,

    • Sibylle Weiss dit :

      Was heisst hier unerträglich?Also was den Mörgeli angeht,hat dies wohl weniger bis gar nichts mit Hetze sondern mit seiner Leistung,die hinter den Erwartungen zurückblieb, zu tun!Somit hat er sich die Suppe selbst eingebrockt.Dasselbe gilt für Zuppiger, Herman Ley, Reto T., die damals kandidierende Nat.rätin,welche trotz Arbeit Soz.gelder bezog u.danach ein Strafverfahren am Hals hatte! u. nicht zuletzt CH.Blocher!All these are facts, welche nun mal passiert sind.Was Mörgeli passiert ist, passiert täglich zig-Male, nur mit weniger teuren Anwälten und Aufsehen!Selbstmitleid Fehlanzeige!

  37. Fricker Werner dit :

    Man kann nur Politiker werden, wenn man sich vorher in irgend einer Organisation profilitiert hat, meistens in einem örtlichen Verein (Dorf), oder publizistisch tätig ist und damit bekannt wird. Das bedeutet also immer viel Arbeit neben dem Job. Wenn man dann Gemeinderat ist, hat man die Chance, Grossrat, dann Regierungsrat oder Nationalrat zu werden. Aber man kann keiner Partei beitreten und wird automatisch portiert, auch hier muss man in Parteikommissionen Einsitz nehmen und etwas leisten. Also hat man auch hier schon viele Stunden Arbeit – neben dem Beruf. Und heute muss man im Netz sein.

KommentierenCommentaire

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen (ausser Französisch). Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. La rédaction se réserve le droit de ne pas publier des commentaires, en particulier s’ils contiennent des propos diffamatoires, racistes ou dans une langue autre que le français ou l’allemand (dialecte exclu). Les commentaires avec un nom fantaisiste ou avec un faux nom identifiable comme tel ne seront pas publiés. Aucune correspondance ne sera échangée sur les décisions éditoriales.